Kleinbauern aus aller Welt tagen in Schwäbisch Hall für eine Charta of Peasants‘ Rights

Beitrag vom 15.2.2017

Die bäuerliche Landwirtschaft ernährt den Großteil der Menschheit. Dennoch wird sie immer mehr von der Food- und Agrarindustrie verdrängt. Nun treffen sich auf Einladung der Stiftung Haus der Bauern, Schwäbisch Hall/Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall Bauernvertreter aus der ganzen Welt, um mit Politikern, Entwicklungshelfern und Menschenrechtlern den Weg für einen stärkeren rechtlichen Schutz für Kleinbauern zu ebnen.

Kleinbauern erfüllen eine enorm wichtige Aufgabe: Sie erzeugen den Großteil der Nahrung weltweit. Dank ihres jahrhundertealten Wissens über Bodenbearbeitung, Züchtung und Erntetechniken bewirtschaften sie ihr Land umweltgerecht und dem Standort entsprechend. Dabei erhalten sie die Artenvielfalt, die Fruchtbarkeit der Böden und die regionale Wertschöpfung.

Der kritische Agrarbericht 2017

Beitrag vom 1.2.2017

Hiermit sei auf das Erscheinen des kritischen Agrarberichts 2017 hingewiesen (dieses Mal ohne eigenen Beitrag).

Das diesjährige Schwerpunktthema war Wasser in unterschiedlichen Facetten im Kontext landwirtschaftlicher Produktion. Die Beiträge zum Schwepunktthema sind eingebettet in die elf Kapitel des Buches:

– Agrarpolitik und soziale Lage
– Welthandel und Ernährung
– Ökologischer Landbau
– Produktion und Markt
– Regionalentwicklung
– Natur und Umwelt
– Wald
– Tierschutz und Tierhaltung
– Gentechnik
– Agrarkultur
– Verbraucher und Ernährungskultur

Bestellen bzw. die einzelnen Beiträge herunterladen (auch von früheren Jahrgängen) kann man ihn auf der entsprechenden Website.

Veranstaltungshinweis: Vom Wert der Natur – Ökosozialismus oder erbarmungslose Zukunft

Beitrag vom 2.1.2017

Podiumsdiskussion am Samstag, 21. Januar 2017, 18:30 Uhr.

Ort: Beratungsstelle der Berliner Mietergemeinschaft Neukölln, Sonnenallee 101, 12045 Berlin.

Verstalter: SALZ e.V., Antikapitalistische Linke, Lunapark21, Initiative Ökosozialismus und Verein für solidarische Perspektiven e.V. (VSP).

Diskussionsleitung: Sebastian Gerhardt, Lunapark21.

Mit: Inge Höger , MdB, Die Linke; Thomas Kuczynski; Peter Clausing; Mareile Flitsch und Bruno Kern.

Der Flyer zur Veranstaltung

Bedrohliche Kapitalkonzentration im Agrobusiness

Beitrag vom 27.12.2016

Produzenten und Verbraucher eingeklemmt zwischen Großkonzernen

von Peter Clausing

Zulieferer und Verbraucher gehören zu den Opfern wirtschaftlicher Konzentrationsprozesse im Ernährungsbereich. Preisdruck und Qualitätsschwund sind nur zwei der Folgen. Mit wachsender Marktmacht bestimmen die Konzerne auch zunehmend die Spielregeln unseres Zusammenlebens – zu Lasten von Umwelt, Gesundheit und Demokratie.

Tagungsankündigung: Deutsche Unternehmen im Globalen Süden – Umwelt- und Menschenrechtsvergehen

Beitrag vom 19.12.2016

Rüstungsexporte – Automobilindustrie – Pestizidexporte

Tagung und Vernetzungstreffen
Fr. 13. Januar 2017: 14:00 – 18:30
Sa. 14. Januar 2017: 10:00 – 16:15

Die Tagung soll Aktivist_innen, Wissenschaftler_innen, interessierten Personen, Student_innen einerseits einen Überblick zu bestimmten Aspekten dieses Rahmenthemas bieten und andererseits die Möglichkeit zur Vernetzung geben.

Auf der Konferenz sollen die Bereiche Rüstungsexporte, Pestizidexporte und die Strategien der Autoindustrie unter folgender Fragestellung untersucht werden: Welche Rolle spielen deutsche Firmen und deutsche Exporte im globalen Süden?

Phosphor: Fluch und Segen eines Elements

Beitrag vom 06.09.2016

von Peter Clausing

Der europäische Phosphorzyklus könnte vollständig geschlossen werden, wenn die importierten chemischen Phosphatdünger komplett gegen biologische und recyclte chemische Phosphordünger ersetzt würden. Damit stiege die Wasserqualität in Europa und viele andere Probleme wären gelöst. Doch um das zu erreichen, müsste das Diktat der »Marktkräfte« überwunden werden.

„Sauerei!“ – Bauer Willis misslungene Demagogie (Rezension)

Beitrag vom 10.8.2016

von Peter Clausing

„Sauerei!“ hätte ein gutes Buch werden können. Es ist flüssig geschrieben, wenngleich etwas distanzlos-kumpelhaft, aber das trifft sicher den Nerv vieler Leserinnen und Leser. Und der Verfasser ist ein echter Insider. Kremer-Schillings bewirtschaftet 50 Hektar, den gleichen Hof wie sein Vater und sein Großvater. Er schöpft aus dem Vollen, was die Beschreibung des Lebens eines Landwirts anbetrifft – und das über drei Generationen.

Die Glyphosat-Kampagne: Workshop am 22./23.8.2016

Beitrag vom

Hinweis in „eigener Sache“: Workshop auf dem Klimacamp

Kampagnen und „System Change“. Überlegungen mit Rückblick auf die Glyphosat-Kampagne 2015/2016

Workshopleitung: Leonie Sontheimer (Kampagne „Ackergifte? Nein Danke!“ und Peter Clausing (PAN Germany)

Im April 2015 wurde die Wiedergenehmigung des Pestizids Glyphosat erneut öffentlich diskutiert – und damit die Argumente, die dagegen sprechen. Was mit vereinzelten Pressemitteilungen begann, ist innerhalb eines Jahres zu Hunderttausenden von Unterschriften und gemeinsamen Appellen von zig Organisationen aus zahlreichen europäischen Ländern gewachsen.

In dem Workshop sollen rückblickend die Rahmenbedingungen einer erfolgreich verlaufenen Kampagne analysiert werden. Zugleich steht im Raum, dass eine erfolgreiche Kampagne noch keinen Systemwandel bedeutet. Basierend auf dieser Erkenntnis soll gemeinsam über den qualitativen Sprung von „Kampagne“ zu „Systemwandel“ reflektiert werden.

Gastbeitrag: Grüner Landraub durch Naturschutz

Beitrag vom 12.07.2016

von Rene Vesper

Hausarbeit bei Prof. K.-H. Erdmann, Geografisches Institut, Universität Bonn.

Die Arbeit kann HIER herunter geladen werden. Nachstehend ein Auszug aus der Einleitung:

Im 21. Jahrhundert blickt der globale Norden mit Demut auf die vergangenen zwei Jahrhunderte zurück, in denen im Zuge der Industrialisierung und Globalisierung die Ressourcen des Planeten in großem Stile ausgebeutet wurden. Während das Wissen um das Ausmaß globaler Umweltzerstörung zunimmt, wird der Ruf nach mehr Umweltschutz in der Öffentlichkeit lauter. Auch die weltweit größten Umweltschutz-Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben sich unlängst grüne Agenden auf die Fahnen geschrieben.

Tagung im Mai: In neuen Territorien denken – statt Ausverkauf von Land

Beitrag vom

6. – 8. Mai 2016

Evangelische Akademie Bad Boll

In neuen Territorien denken – statt Ausverkauf von Land

Weltweit nimmt die Landkonzentration zu, während umverteilende Landreformen aus der Mode gekommen sind. Die Konsequenzen sind in unterschiedlicher Form überall spürbar: neue Abhängigkeiten, sinkender Handlungsspielraum und eingeschränktes Entwicklungspotential nicht nur für Bäuerinnen und Bauern, Akteure im ländlichen Raum, sondern für die breite Bevölkerung. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der weltweiten Entwicklungen wollen wir unter anderem mit Saturnino Borras (Den Haag), Caroline Callenius (Stuttgart), Nadja Charaby (Berlin), Kerstin Lanje (Aachen), Wolfgang Hees (Eichstetten), Angela Müller (Niederstetten) Luis Hernández Navarro (Mexiko), Uwe Hoering (Bonn), Stefan Ofteringer (Aachen), Victor Rodrigues (Portugal), Adriano Talles Reis (Brasilien) und Philian Zamchiya (Zimbabwe) diskutieren.

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