Phosphor: Fluch und Segen eines Elements

Beitrag vom 06.09.2016

von Peter Clausing

Der europäische Phosphorzyklus könnte vollständig geschlossen werden, wenn die importierten chemischen Phosphatdünger komplett gegen biologische und recyclte chemische Phosphordünger ersetzt würden. Damit stiege die Wasserqualität in Europa und viele andere Probleme wären gelöst. Doch um das zu erreichen, müsste das Diktat der »Marktkräfte« überwunden werden.

„Sauerei!“ – Bauer Willis misslungene Demagogie (Rezension)

Beitrag vom 10.8.2016

von Peter Clausing

„Sauerei!“ hätte ein gutes Buch werden können. Es ist flüssig geschrieben, wenngleich etwas distanzlos-kumpelhaft, aber das trifft sicher den Nerv vieler Leserinnen und Leser. Und der Verfasser ist ein echter Insider. Kremer-Schillings bewirtschaftet 50 Hektar, den gleichen Hof wie sein Vater und sein Großvater. Er schöpft aus dem Vollen, was die Beschreibung des Lebens eines Landwirts anbetrifft – und das über drei Generationen.

Die Glyphosat-Kampagne: Workshop am 22./23.8.2016

Beitrag vom

Hinweis in „eigener Sache“: Workshop auf dem Klimacamp

Kampagnen und „System Change“. Überlegungen mit Rückblick auf die Glyphosat-Kampagne 2015/2016

Workshopleitung: Leonie Sontheimer (Kampagne „Ackergifte? Nein Danke!“ und Peter Clausing (PAN Germany)

Im April 2015 wurde die Wiedergenehmigung des Pestizids Glyphosat erneut öffentlich diskutiert – und damit die Argumente, die dagegen sprechen. Was mit vereinzelten Pressemitteilungen begann, ist innerhalb eines Jahres zu Hunderttausenden von Unterschriften und gemeinsamen Appellen von zig Organisationen aus zahlreichen europäischen Ländern gewachsen.

In dem Workshop sollen rückblickend die Rahmenbedingungen einer erfolgreich verlaufenen Kampagne analysiert werden. Zugleich steht im Raum, dass eine erfolgreiche Kampagne noch keinen Systemwandel bedeutet. Basierend auf dieser Erkenntnis soll gemeinsam über den qualitativen Sprung von „Kampagne“ zu „Systemwandel“ reflektiert werden.

Gastbeitrag: Grüner Landraub durch Naturschutz

Beitrag vom 12.07.2016

von Rene Vesper

Hausarbeit bei Prof. K.-H. Erdmann, Geografisches Institut, Universität Bonn.

Die Arbeit kann HIER herunter geladen werden. Nachstehend ein Auszug aus der Einleitung:

Im 21. Jahrhundert blickt der globale Norden mit Demut auf die vergangenen zwei Jahrhunderte zurück, in denen im Zuge der Industrialisierung und Globalisierung die Ressourcen des Planeten in großem Stile ausgebeutet wurden. Während das Wissen um das Ausmaß globaler Umweltzerstörung zunimmt, wird der Ruf nach mehr Umweltschutz in der Öffentlichkeit lauter. Auch die weltweit größten Umweltschutz-Nichtregierungsorganisationen (NGOs) haben sich unlängst grüne Agenden auf die Fahnen geschrieben.

Tagung im Mai: In neuen Territorien denken – statt Ausverkauf von Land

Beitrag vom

6. – 8. Mai 2016

Evangelische Akademie Bad Boll

In neuen Territorien denken – statt Ausverkauf von Land

Weltweit nimmt die Landkonzentration zu, während umverteilende Landreformen aus der Mode gekommen sind. Die Konsequenzen sind in unterschiedlicher Form überall spürbar: neue Abhängigkeiten, sinkender Handlungsspielraum und eingeschränktes Entwicklungspotential nicht nur für Bäuerinnen und Bauern, Akteure im ländlichen Raum, sondern für die breite Bevölkerung. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der weltweiten Entwicklungen wollen wir unter anderem mit Saturnino Borras (Den Haag), Caroline Callenius (Stuttgart), Nadja Charaby (Berlin), Kerstin Lanje (Aachen), Wolfgang Hees (Eichstetten), Angela Müller (Niederstetten) Luis Hernández Navarro (Mexiko), Uwe Hoering (Bonn), Stefan Ofteringer (Aachen), Victor Rodrigues (Portugal), Adriano Talles Reis (Brasilien) und Philian Zamchiya (Zimbabwe) diskutieren.

Kein Wald vor lauter Bäumen (Beitrag zum „Tag des Waldes“ am 21.3.2016)

Beitrag vom 21.3.2015

von Peter Clausing

Weltweit verlangsamt sich die Abholzung. Neu angepflanzt werden allerdings riesige Monokulturen, die etlichen Millionen Menschen keine Lebensgrundlage mehr bieten.

Zur Fehlbewertung von Glyphosat durch Behörden und Industrie

Beitrag vom 02.03.2016

Am 2.März 2016 wurde gegen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), die in Parma, Italien, ansässige Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) und gegen die belgische Niederlassung von Monsanto, von der im Namen der „Glyphosate Task Force“ die Wiedergenehmigung des Pestizidwirkstoffs Glyphosat beantragt wurde, Strafanzeige erstattet.

In einem Anhang zu dieser Anzeige wurde die fachliche Begründung für die in der Strafanzeige geäußerte Anschuldigung geliefert, dass Behörden und Industrie mit falschen Angaben versuchen, die Wiedergenehmigung von Glyphosat zu erreichen, obwohl dieses von der Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC) als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft wurde.

Profitables Ackergift

Beitrag vom 23.01.2016

von Peter Clausing

Das Verhältnis zwischen agrochemischer Industrie, landwirtschaftlichen Produzenten und Verbrauchern wirft nicht nur ein Schlaglicht auf den Zustand unserer Landwirtschaft, sondern auch auf den unserer Demokratie. Das lässt sich anhand des Streits um die weitere Genehmigung des Wirkstoffs Glyphosat, auch Bestandteil des Breitband-Unkrautvernichtungsmittels »Roundup«, zeigen, von dem bereits vor fünf Jahren bei einem Jahresumsatz von knapp 4 Milliarden US-Dollar etwa 610.000 Tonnen weltweit eingesetzt wurden.

Agrarökologie – Definitionen, Kontext und Potenziale

Beitrag vom 25.12.2015

von Peter Clausing

– ursprünglich veröffentlicht auf globe-spotting.de im November 2015 –

Vor einigen Jahren wurde Agrarökologie als „Wissenschaft, Bewegung und Praxis“ definiert (Wezel et al. 2009). Das bringt zum Ausdruck, dass das Konzept weitaus mehr beinhaltet als das, was in unseren Breiten landläufig hinter dem Begriff „Bio-…. “ gesehen wird. Die Bezugnahme auf „Bewegung“ bedeutet allerdings nicht, dass Agrarökologie automatisch mit gesellschaftlichem Umbruch und der Entstehung einer gerechteren Gesellschaftsordnung gleichzusetzen ist. Doch sicherlich ist sie ein ‚Trittstein’ auf dem Weg dorthin.

Glyphosat-Krebsstudien an Mäusen – Argumente der EU-Behörde ohne Grundlage

Beitrag vom 16.12.2015

Von Peter Clausing

Am 12. November veröffentlichte die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ihre Schlussfolgerung zur Bewertung des Herbizidwirkstoffs Glyphosat, der von der WHO-Agentur für Krebsforschung (IARC) als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft wurde, was eine weitere Genehmigung dieses Wirkstoffs in Europa mit größter Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen hätte, wenn die EFSA sich dieser wissenschaftlich fundierten Bewertung angeschlossen hätte – hat sie aber nicht. Anfang Dezember 2015 wurde der entscheidende Teil der EFSA-Schlussfolgerungen, jene zu den Krebsstudien an Labormäusen, einer kritische Analyse unterzogen. Zu diesem 10-seitigen englischsprachigen Dokument gibt es jetzt die nachstehende deutsche Zusammenfassung.

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