Gen-kontaminierter Mais in 7 Bundesländern ausgesät

Beitrag vom 06.06.2010

Linkszeitung vom 06.06.2010

Niedersachsens Gen-Skandal weitet sich aus

Gen-Mais Hannover (LiZ). Trotz Anbau-Verbot und Hinweisen von Greenpeace ist gen-kontaminierter Mais nicht nur in Niedersachsen (wir berichteten am 7. Mai), sondern in insgesamt sieben Bundesländern ausgesät worden. Demnach wächst auf bis zu 300 Hektar die kontaminierte Mais-Sorte Hi-Bred des Gentech-Konzerns Pioneer. Obwohl die Behörden seit über einem Monat Bescheid wissen, wurde die Ausweitung des Skandals auf sieben Bundesländer jetzt erst durch Greenpeace aufgedeckt.

Nein zum Ausverkauf von Afrika!

Beitrag vom 01.06.2010

Das INKOTA-Netzwerk führt derzeit eine Protestaktion gegen Land Grabbing und die damit verbundenen schwerwiegenden Konsequenzen für Kleinbauern und die lokale Bevölkerung durch.

Ausländische Investoren haben innerhalb von drei Jahren allein in Afrika 20 Millionen Hektar Ackerland aufgekauft. Während die lokale Bevölkerung an Hunger leidet, produzieren die Investoren Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export. Die Bundesregierung kann einiges dagegen unternehmen, doch bislang reagiert sie nur zögerlich. Es ist höchste Zeit zu handeln!

Schicken Sie eine Protestmail an die Bundesregierung mit der Aufforderung, den Ausverkauf von Land in Afrika und anderswo sofort zu stoppen.

Agrosprit, Hunger, Mehrverbrauch statt Effizienz

Beitrag vom 29.05.2010

Matthias Brake

Im spanischen Sevilla ist die internationale Konferenz der Agrartreibstoffindustrie (World Biofuels 2010 [1]) zu Ende gegangenen. Dort wurden die Ausbaupläne und Wachstumshoffnungen der Agrartreibstoff-Produzenten vorgestellt [2]. 480 Millionen Hektar Land sollen bis 2045 für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden. Zum Vergleich: Die Gesamtfläche der Europäischen Union beträgt 430 Millionen Hektar.

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Namibia: Agrargroßprojekt von Demeter International Ltd., UK

Beitrag vom 15.05.2010

Hinweis/Korrektur: Demeter International Ltd. ist ein britisches Agrarinvestment-Unternehmen und hat weder etwas mit Biolandbau zu tun noch mit dem deutschen Verband Demeter International e.V., der ein Erzeugerverband für biologisch-dynamische Landwirtschaft ist und sich bereits gegen den Missbrauch seines Namens gewehrt hat.

Mit Bitte um Entschuldigung für die ursprünglich irreführenden Darstellung.

Im Bwabwata-Nationalpark, fünf Kilometer von der Grenze zu Angola entfernt, soll auf 10.000 Hektar ein umstrittenes Agrargroßprojekt entstehen. Hält die ‘Demeter International Ltd.’ und ihr namibischer Partner ‘Labour Investment Holding’ (LIH) an ihrem ‘Katondo Farm Project’ fest, wird hier ab Oktober bislang unberührter Boden umgepflügt und zweimal pro Jahr geerntet.

Presseerklärung zum “Via-Campesina-Tag” (17.04.2010) in Berlin

Beitrag vom 14.04.2010

Zum weltweiten Aktionstag für Ernährungssouveränität und bäuerliche Rechte!

Am 17. April, dem weltweiten La Via Campesina Aktionstag, laden wir ab 14.00 zu einem Aktions-Gartenfest im Gemeinschaftsgarten am Mariannenplatz 1A in Berlin Kreuzberg ein. Wie an vielen anderen Orten weltweit, organisieren auch wir Protestaktionen und Veranstaltungen rund um die Themen (urbane) Landwirtschaft und Ernährung.

Für uns* als lokale Vorbereitungsgruppe ist der 17. April der Höhepunkt unserer Veranstaltungsreihe “Frisch serviert vom Krisenherd: Über Agrarpolitik von Oben und Widerstand von Unten”. Seit Mitte Februar fanden rund 20 Veranstaltungen statt. Der rote Faden durch die Veranstaltungen war die Kritik an industrieller Landwirtschaft und die klare Befürwortung von Ernährungssouveränität. Damit erklären wir uns solidarisch mit La Via Campesina (= der bäuerliche Weg), dem weltweit größten Netzwerk von bäuerlichen Organisationen, Gewerkschaften, Landlosen und indigenen Gemeinschaften.

Neokoloniale Landnahme: Afrika und Asien im Ausverkauf

Beitrag vom 28.03.2010

Das Muster ist bekannt, die Methode etwas verfeinert. Statt mit Waffengewalt sichern sich heute reiche Länder und multinationale Konzerne mit dem nötigen Kleingeld üppige Ländereien in armen und korruptionsgebeutelten Staaten. Anders als behauptet ist die neue Umverteilung von Boden keine Win-win-Situation.
Ab der vierten Seite der Datei (Pol Oekol_119) ein Text, der soeben in der Zeitschrift Politische Ökologie erschienen ist.

Präsentation zu Vortrag “Landgrabbing” am 25.02.2010 in Berlin

Beitrag vom 25.02.2010

Hier die Powerpoint | Live-View als Flash zum Vortrag “Turbo-Kapitalismus – die neue Landnahme im globalen Süden” im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Frisch serviert vom Krisenherd” (siehe Meldung vom 14.02.2010).

Den Vortrag gab’s am 25.2.2010 um 19:00 Uhr in der “Galerie Zeitzone”, Adalbertstr. 79, 10997 Berlin-Kreuzberg.

Veranstaltungsreihe in Berlin vom 18.02. bis 19.04.2010

Beitrag vom 18.02.2010

Unter dem Titel Frisch serviert vom Krisenherd läuft im genannten Zeitraum eine Serie von Veranstaltungen in Vorbereitung auf den Via-Campesina-Tag (17.04.2010). Das vollständige Programm ist unter diesem Link abrufbar.

Am 21.02.2010 gibt es eine Veranstaltung zu Food Riots. Hier die dazugehörige Powerpoint | Live-View als Flash.

Achtung, eventueller Zeichensalat beim Öffnen der Powerpoint verschwindet auf magische Weise, wenn man einmal runter- und dann wieder hochscrollt

Reale Alternativen

Beitrag vom 18. November 2009

Erschienen in “junge Welt” vom 18.11.2009
Peter Clausing

Hintergrund. Wider das agroindustrielle Doping – eine andere Landwirtschaft ist möglich. Überlegungen anläßlich des diesjährigen Welternährungsgipfels

Noch bis zum heutigen Mittwoch findet in Rom der Welternährungsgipfel statt. Der nach 1996 und 2002 dritte Gipfel weist in mehrfacher Hinsicht Besonderheiten auf. Nie zuvor waren Machtkonzentration und Verflechtung von Agrar- und Biotechnologiekonzernen, lebensmittelverarbeitender Industrie und Handelsketten so groß. Doch auch die Sackgasse, in die diese Entwicklung führt, war noch nie so deutlich erkennbar. So wächst vor dem Hintergrund der globalen kapitalistischen Krise und einer steigenden Zahl hungernder Menschen die Notwendigkeit, einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Internationale Bewegungen wie Via Campesina, die solche Alternativen einfordern und praktizieren, finden zunehmend Gehör. Nationale Initiativen wie die brasilianische Bewegung der Landlosen (MST in portugiesischer Abkürzung) sind auf der Basis jahrelanger Kampferfahrung fest etabliert und können beachtliche Erfolge vorweisen.1

Herzlich willkommen !

Beitrag vom 14. September 2009

Dieser Blog existiert seit dem 14. September 2009.

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