Namibia: Agrargroßprojekt von Demeter International Ltd., UK

Beitrag vom 15.05.2010

Hinweis/Korrektur: Demeter International Ltd. ist ein britisches Agrarinvestment-Unternehmen und hat weder etwas mit Biolandbau zu tun noch mit dem deutschen Verband Demeter International e.V., der ein Erzeugerverband für biologisch-dynamische Landwirtschaft ist und sich bereits gegen den Missbrauch seines Namens gewehrt hat.

Mit Bitte um Entschuldigung für die ursprünglich irreführenden Darstellung.

Im Bwabwata-Nationalpark, fünf Kilometer von der Grenze zu Angola entfernt, soll auf 10.000 Hektar ein umstrittenes Agrargroßprojekt entstehen. Hält die ‘Demeter International Ltd.’ und ihr namibischer Partner ‘Labour Investment Holding’ (LIH) an ihrem ‘Katondo Farm Project’ fest, wird hier ab Oktober bislang unberührter Boden umgepflügt und zweimal pro Jahr geerntet.

Kubas grünes Projekt

Beitrag vom 05.05.2010

Erschienen in “junge Welt” vom 05.05.2010
Peter Clausing

Reformierte Landwirtschaft: Ausweitung der Nutzfläche, Fokussierung auf Familienbetriebe, ökologischer Anbau und urbane Gemüseproduktion

Am 16. März 2010 verstörte eine Meldung mit der Überschrift “Kuba schließt 100 Agrarunternehmen” [1] die Leser. Während sich jW auf diese Meldung beschränkte, beeilten sich andere Medien hinzuzufügen, dass Kuba 60 bis 70 Prozent seiner Nahrungsmittel importieren müsse. Präsident Raúl Castro suche nach “Rezepten”, um die landwirtschaftliche Produktion zu steigern. Derartige Meldungen entkoppeln die Fakten vom Kontext, zeichnen ein einseitiges Bild und ignorieren die Tatsache, dass die gesuchten “Rezepte” längst praktiziert werden. Die Mitteilung, dass 100 Betriebe geschlossen werden sollen und 40.000 Beschäftigte einen neuen Job finden müssen, kam vom kubanischen Landwirtschaftsminister Ulises Rosales del Toro, der Mitte März in Villa Clara an der Plenarsitzung des 10. Provinz-Kongresses des Nationalen Kleinbauernverbandes teilnahm.

Rezension von “Peak Soil – Die globale Jagd nach Land”

Beitrag vom 18.04.2010

Bettina Dyttrich hat das wichtige im vorigen Herbst erschienene Buch von Thomas Fritz zum Thema “Land grabbing” in der WOZ vom 15.04.2010 rezensiert.

Peak Soil

Hol den Boden bei den Armen

Staaten und Konzerne investieren weltweit immer mehr in Ackerland. Der deutsche Journalist Thomas Fritz beschreibt diese “globale Jagd nach Land” und zeigt, wie Armut wirksam bekämpft werden könnte.

Weiterlesen auf der Homepage der WOZ

Das Buch online bestellen unter www.fdcl.org

Peak Soil. Die globale Jagd nach Land
Fritz, Thomas
FDCL-Verlag. Berlin 2009
164 Seiten. 12 Euro

Presseerklärung zum “Via-Campesina-Tag” (17.04.2010) in Berlin

Beitrag vom 14.04.2010

Zum weltweiten Aktionstag für Ernährungssouveränität und bäuerliche Rechte!

Am 17. April, dem weltweiten La Via Campesina Aktionstag, laden wir ab 14.00 zu einem Aktions-Gartenfest im Gemeinschaftsgarten am Mariannenplatz 1A in Berlin Kreuzberg ein. Wie an vielen anderen Orten weltweit, organisieren auch wir Protestaktionen und Veranstaltungen rund um die Themen (urbane) Landwirtschaft und Ernährung.

Für uns* als lokale Vorbereitungsgruppe ist der 17. April der Höhepunkt unserer Veranstaltungsreihe “Frisch serviert vom Krisenherd: Über Agrarpolitik von Oben und Widerstand von Unten”. Seit Mitte Februar fanden rund 20 Veranstaltungen statt. Der rote Faden durch die Veranstaltungen war die Kritik an industrieller Landwirtschaft und die klare Befürwortung von Ernährungssouveränität. Damit erklären wir uns solidarisch mit La Via Campesina (= der bäuerliche Weg), dem weltweit größten Netzwerk von bäuerlichen Organisationen, Gewerkschaften, Landlosen und indigenen Gemeinschaften.

Neokoloniale Landnahme: Afrika und Asien im Ausverkauf

Beitrag vom 28.03.2010

Das Muster ist bekannt, die Methode etwas verfeinert. Statt mit Waffengewalt sichern sich heute reiche Länder und multinationale Konzerne mit dem nötigen Kleingeld üppige Ländereien in armen und korruptionsgebeutelten Staaten. Anders als behauptet ist die neue Umverteilung von Boden keine Win-win-Situation.
Ab der vierten Seite der Datei (Pol Oekol_119) ein Text, der soeben in der Zeitschrift Politische Ökologie erschienen ist.

Präsentation zu Vortrag “Landgrabbing” am 25.02.2010 in Berlin

Beitrag vom 25.02.2010

Hier die Powerpoint | Live-View als Flash zum Vortrag “Turbo-Kapitalismus – die neue Landnahme im globalen Süden” im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Frisch serviert vom Krisenherd” (siehe Meldung vom 14.02.2010).

Den Vortrag gab’s am 25.2.2010 um 19:00 Uhr in der “Galerie Zeitzone”, Adalbertstr. 79, 10997 Berlin-Kreuzberg.

Food Riots sind keine „chaotischen Gewaltausbrüche“

Beitrag vom 16.02.2010

Erschienen in der IMI-Zeitschrift AUSDRUCK (Februar 2010)
Klaus Pedersen

Die Zukunft verheißt nichts Gutes. Experten rechnen mit einer Verdopplung der Zahl der chronisch hungernden Menschen bis zum Jahr 2030.1 Das Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen im Dezember 2009 und das kaum überraschende Beharren auf den bisherigen Positionen der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik seitens der führenden Industrieländer lassen vermuten, dass die Zuspitzung der Welternährungskrise noch dramatischer verlaufen wird als bisher eingestanden – ein Trend, der Erinnerungen an die Hungerrevolten der jüngsten Zeit wach ruft. In den Jahren 2007/2008 wurde über „Food Riots“ in 39 Ländern berichtet. Zeitliche Dichte und globale Verbreitung dieser Ereignisse waren beispiellos und weckten auf unsanfte Weise entsprechende Sicherheitsbedenken in den Zentren der Macht. Da die Wiederkehr von Hungerrevolten nur eine Frage der Zeit ist, macht es Sinn, sich mit diesem Thema auch dann zu beschäftigen, wenn es nicht unmittelbar die Schlagzeilen der Weltpresse beherrscht.

Veranstaltungsreihe in Berlin vom 18.02. bis 19.04.2010

Beitrag vom 18.02.2010

Unter dem Titel Frisch serviert vom Krisenherd läuft im genannten Zeitraum eine Serie von Veranstaltungen in Vorbereitung auf den Via-Campesina-Tag (17.04.2010). Das vollständige Programm ist unter diesem Link abrufbar.

Am 21.02.2010 gibt es eine Veranstaltung zu Food Riots. Hier die dazugehörige Powerpoint | Live-View als Flash.

Achtung, eventueller Zeichensalat beim Öffnen der Powerpoint verschwindet auf magische Weise, wenn man einmal runter- und dann wieder hochscrollt

Ein Landwirtschaftsmodell zur Versorgung der Welt

Beitrag vom

Von Devinder Sharma | 24.Januar 2010

In zehn Jahren, im Jahr 2020, können die indische Landwirtschaft und gleichermaßen die Landwirtschaft der ganzen Welt in ein gesundes und lebensfähiges System verwandelt sein, in dem die Selbstmorde der Bauern der Geschichte angehören, in dem Elend und Verzweiflung durch Stolz am Anbauen ersetzt worden sind, wo Landwirtschaft wahrhaft langfristig und nachhaltig geworden ist und keine Wärme der globalen Umwelt hinzufügt.

Mit dem Beginn von 2010 wird das Drehbuch für eine künftige Landwirtschaft geschrieben, das das Lächeln auf dem Antlitz des Bauern zurückbringt, ohne Wunden in der Umwelt zu hinterlassen.

Zukunft säen – Vielfalt ernten

Beitrag vom 27. Dezember 2009

Wir rufen zu einer europaweiten Kampagne auf: für gentechnikfreies Saatgut, für die Erhaltung des bäuerlichen Rechts, Samen aus eigener Ernte zu gewinnen, zu tauschen und zu vermarkten, für Transparenz im Saatgutbereich und für langfristige Ernährungssouveränität. Wir wehren uns gegen die Monopolisierung des Saatgutes durch transnationale Konzerne und eine weitere Verschärfung geistiger Eigentumsrechte auf Pflanzen.

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