Reale Alternativen

Beitrag vom 18. November 2009

Erschienen in „junge Welt“ vom 18.11.2009
Peter Clausing

Hintergrund. Wider das agroindustrielle Doping – eine andere Landwirtschaft ist möglich. Überlegungen anläßlich des diesjährigen Welternährungsgipfels

Noch bis zum heutigen Mittwoch findet in Rom der Welternährungsgipfel statt. Der nach 1996 und 2002 dritte Gipfel weist in mehrfacher Hinsicht Besonderheiten auf. Nie zuvor waren Machtkonzentration und Verflechtung von Agrar- und Biotechnologiekonzernen, lebensmittelverarbeitender Industrie und Handelsketten so groß. Doch auch die Sackgasse, in die diese Entwicklung führt, war noch nie so deutlich erkennbar. So wächst vor dem Hintergrund der globalen kapitalistischen Krise und einer steigenden Zahl hungernder Menschen die Notwendigkeit, einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Internationale Bewegungen wie Via Campesina, die solche Alternativen einfordern und praktizieren, finden zunehmend Gehör. Nationale Initiativen wie die brasilianische Bewegung der Landlosen (MST in portugiesischer Abkürzung) sind auf der Basis jahrelanger Kampferfahrung fest etabliert und können beachtliche Erfolge vorweisen.1

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