Präsentation zum Workshop in Hannover am 8.3.2014
Im Rahmen der eintägigen Veranstaltung „SCHON MAL ABSCHALTEN!?“ in Hannover fand ein Workshop zum Thema „Agrarindustrie“ statt. Der Workshop widmete sich den Klimabilanzen industrieller Landwirtschaft im Vergleich zu kleinbäuerlicher Landwirtschaft mit agrarökologischen Anbauverfahren. Diese Bilanzen wurden im Kontext der Sicherung der Ernährung einer im Vergleich zu heute um 30 Prozent größeren Weltbevölkerung im Jahr 2050 diskutiert. Die Präsentation zum Workshop findet sich hier.
Lesezeit: < 1 MinuteMonopol und Elend (Gastbeitrag)
Die weltweite Vereinheitlichung von Saatgut dient den Interessen der Agrarkonzerne und führt zur Entrechtung und Enteignung kleiner Landwirte Von Anne Schweigler Im August 2013 streikten die Bauern in Kolumbien für mehrere Wochen und stellten die Belieferung der Städte mit Nahrungsmitteln quasi ein. Zusammen mit Studenten, Indigenen und Industriearbeitern, die sich solidarisch erklärten, legten sie das Land lahm. Die Auswirkungen der Freihandelsabkommen mit den USA und Europa auf die Landwirtschaft des Landes und die Empörung über eine damit zusammenhängende Saatgutverordnung waren der zentrale Auslöser. Mit letzterer wurde selbstproduziertes Saatgut für illegal erklärt und dessen Beschlagnahmung und Zerstörung verfügt. Kolumbien ist ein Beispiel dafür, wie Saatgut weltweit Schritt für Schritt privatisiert und monopolisiert wird. Dahinter stehen die Interessen der Agrarkonzerne, deren Ziel es ist, nicht nur »ihre« industriellen Sorten mit Hilfe von Rechten an geistigem Eigentum zu kontrollieren, sondern gleichzeitig auch die Alternativen, das heißt freie Sorten, verbieten zu lassen. Dies erfolgt, indem die jahrtausendealte Praxis, einen Teil der Ernte aufzubewahren und...
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