Neo­ko­lo­nia­le Land­nah­me: Afri­ka und Asi­en im Aus­ver­kauf

Beitrag vom 28.03.2010

Das Mus­ter ist bekannt, die Metho­de etwas ver­fei­nert. Statt mit Waf­fen­ge­walt sichern sich heu­te rei­che Län­der und mul­ti­na­tio­na­le Kon­zer­ne mit dem nöti­gen Klein­geld üppi­ge Län­de­rei­en in armen und kor­rup­ti­ons­ge­beu­tel­ten Staa­ten. Anders als behaup­tet ist die neue Umver­tei­lung von Boden kei­ne Win-win-Situa­ti­on.
Ab der vier­ten Sei­te der Datei (Pol Oekol_119) ein Text, der soeben in der Zeit­schrift Poli­ti­sche Öko­lo­gie erschie­nen ist.

Land­be­sitz: Eine Fra­ge der Sicher­heit!

Beitrag vom 15. Oktober 2009

Land ist die Grund­la­ge der Ernäh­rung und die Basis für Reich­tum und Macht. Die Ver­fü­gungs­ge­walt über Land bie­tet Sicher­heit. Ver­än­de­run­gen beim Land­ei­gen­tum sind glei­cher­ma­ßen Aus­gangs­punkt und Resul­tat von Kon­flik­ten.

Zu Recht schlu­gen Orga­ni­sa­tio­nen wie GRAIN im Okto­ber 2008 Alarm1, weil Staa­ten und Invest­ment­ge­sell­schaf­ten in einen Kauf­rausch ver­fal­len sind, bei dem rie­si­ge Län­de­rei­en, vor allem in Afri­ka, durch Pacht oder Eigen­tums­über­schrei­bung ihren Besit­zer gewech­selt hat­ten oder noch wech­seln soll­ten. Das Phä­no­men ist viel­schich­tig, und die Ereig­nis­se in den letz­ten zwei Jah­ren reprä­sen­tie­ren nur die Spit­ze eines Eis­bergs, der seit rund zwei Jahr­zehn­ten durch die neo­li­be­ra­len Gewäs­ser drif­tet. Doch das »Kaufrausch«-Phänomen beweg­te die Gemü­ter so hef­tig, dass nicht nur kri­ti­sche NGOs, son­dern auch Think­tanks und mäch­ti­ge Insti­tu­tio­nen in kur­zer Abfol­ge dazu Ana­ly­sen ver­öf­fent­lich­ten2, Kon­fe­ren­zen ver­an­stal­te­ten3 und Stu­di­en in Auf­trag gaben.4

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