Hun­ger am Anfang, Man­gel am Ende: Der Rote Okto­ber, die Ver­sor­gung und die Land­wirt­schaft

Beitrag vom 31. Oktober 2017

von Peter Clausing

Nach der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on sah sich die jun­ge Sowjet­re­pu­blik mit zwei Haupt­auf­ga­ben kon­fron­tiert: der Siche­rung der Ernäh­rung der Bevöl­ke­rung und der Gestal­tung des gesell­schaft­li­chen Wan­dels als Teil eines „sozia­lis­ti­schen Ent­wick­lungs­mo­dells“.

Die neue Ehe: Ter­ror­be­kämp­fung und Natur­schutz

Beitrag vom 6.10.2017

von Peter Clausing

Neu­er­dings wer­den in Asi­en und Afri­ka loka­le Bevöl­ke­rungs­grup­pen aus Natur­schutz­ge­bie­ten unter dem Deck­man­tel der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung ver­trie­ben. Sepa­rat betrach­tet ist bei­des nichts Neu­es, weder die Mili­ta­ri­sie­rung des öffent­li­chen Lebens samt Beschnei­dung von Men­schen­rech­ten im Namen der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung noch die Ver­trei­bung loka­ler, indi­ge­ner Bevöl­ke­rungs­grup­pen im Namen des Natur­schut­zes. Doch die Kom­bi­na­ti­on aus bei­dem ist ein neu­es Phä­no­men, das laut Recher­chen der bri­ti­schen Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin Rosa­le­en Duffy und ihrer Mit­ar­bei­te­rin­nen wenig beach­tet wird, aber häu­fig vorkommt.[1] Schon 2001 warn­te Duffy, dass die Ein­rich­tung so genann­ter „Peace Parks“ – grenz­über­grei­fen­de Natur­schutz­ge­bie­te im glo­ba­len Süden – genau das Gegen­teil von dem bewir­ken könn­ten, was die­ser Name sug­ge­riert: näm­lich den Ver­such, die „Wild­nis“ zu kon­trol­lie­ren, indem Natur­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen Poli­zei­funk­tio­nen übernehmen.[2]

Stop BAY­ER/­MON­S­AN­TO-Demons­tra­ti­on am 29. April 2017 in Ber­lin

Beitrag vom 10.04.2017

Der Auf­ruf und wei­te­re Details zur Demons­tra­ti­on am Sams­tag dem 29. April 2017 fin­den sich im Fly­er. Emp­foh­len sei auch das dazu­ge­hö­ri­ge Pla­kat.

Die Demo beginnt mit einer Auf­takt­ver­an­stal­tung um 14:00 Peters­bur­ger Platz in Ber­lin. Aktu­el­ler Anlass ist die Haupt­ver­samm­lung der Bay­er-Aktio­nä­re am 28. April in Bonn.

Klein­bau­ern aus aller Welt tagen in Schwä­bisch Hall für eine Char­ta of Peas­ants‘ Rights

Beitrag vom 15.2.2017

Die bäu­er­li­che Land­wirt­schaft ernährt den Groß­teil der Mensch­heit. Den­noch wird sie immer mehr von der Food- und Agrar­in­dus­trie ver­drängt. Nun tref­fen sich auf Ein­la­dung der Stif­tung Haus der Bau­ern, Schwä­bisch Hall/Bäuerlichen Erzeu­ger­ge­mein­schaft Schwä­bisch Hall Bau­ern­ver­tre­ter aus der gan­zen Welt, um mit Poli­ti­kern, Ent­wick­lungs­hel­fern und Men­schen­recht­lern den Weg für einen stär­ke­ren recht­li­chen Schutz für Klein­bau­ern zu ebnen.

Klein­bau­ern erfül­len eine enorm wich­ti­ge Auf­ga­be: Sie erzeu­gen den Groß­teil der Nah­rung welt­weit. Dank ihres jahr­hun­der­te­al­ten Wis­sens über Boden­be­ar­bei­tung, Züch­tung und Ern­te­tech­ni­ken bewirt­schaf­ten sie ihr Land umwelt­ge­recht und dem Stand­ort ent­spre­chend. Dabei erhal­ten sie die Arten­viel­falt, die Frucht­bar­keit der Böden und die regio­na­le Wert­schöp­fung.

Der kri­ti­sche Agrar­be­richt 2017

Beitrag vom 1.2.2017

Hier­mit sei auf das Erschei­nen des kri­ti­schen Agrar­be­richts 2017 hin­ge­wie­sen (die­ses Mal ohne eige­nen Bei­trag).

Das dies­jäh­ri­ge Schwer­punkt­the­ma war Was­ser in unter­schied­li­chen Facet­ten im Kon­text land­wirt­schaft­li­cher Pro­duk­ti­on. Die Bei­trä­ge zum Schwe­punkt­the­ma sind ein­ge­bet­tet in die elf Kapi­tel des Buches:

– Agrar­po­li­tik und sozia­le Lage
– Welt­han­del und Ernäh­rung
– Öko­lo­gi­scher Land­bau
– Pro­duk­ti­on und Markt
– Regio­nal­ent­wick­lung
– Natur und Umwelt
– Wald
– Tier­schutz und Tier­hal­tung
– Gen­tech­nik
– Agrar­kul­tur
– Ver­brau­cher und Ernäh­rungs­kul­tur

Bestel­len bzw. die ein­zel­nen Bei­trä­ge her­un­ter­la­den (auch von frü­he­ren Jahr­gän­gen) kann man ihn auf der ent­spre­chen­den Web­site.

Ver­an­stal­tungs­hin­weis: Vom Wert der Natur – Öko­so­zia­lis­mus oder erbar­mungs­lo­se Zukunft

Beitrag vom 2.1.2017

Podi­ums­dis­kus­si­on am Sams­tag, 21. Janu­ar 2017, 18:30 Uhr.

Ort: Bera­tungs­stel­le der Ber­li­ner Mie­ter­ge­mein­schaft Neu­kölln, Son­nen­al­lee 101, 12045 Ber­lin.

Ver­stal­ter: SALZ e.V., Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Lin­ke, Lunapark21, Initia­ti­ve Öko­so­zia­lis­mus und Ver­ein für soli­da­ri­sche Per­spek­ti­ven e.V. (VSP).

Dis­kus­si­ons­lei­tung: Sebas­ti­an Ger­hardt, Lunapark21.

Mit: Inge Höger , MdB, Die Lin­ke; Tho­mas Kuc­zyn­ski; Peter Clausing; Marei­le Flitsch und Bru­no Kern.

Der Fly­er zur Ver­an­stal­tung

Bedroh­li­che Kapi­tal­kon­zen­tra­ti­on im Agro­busi­ness

Beitrag vom 27.12.2016

Pro­du­zen­ten und Ver­brau­cher ein­ge­klemmt zwi­schen Groß­kon­zer­nen

von Peter Clausing

Zulie­fe­rer und Ver­brau­cher gehö­ren zu den Opfern wirt­schaft­li­cher Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zes­se im Ernäh­rungs­be­reich. Preis­druck und Qua­li­täts­schwund sind nur zwei der Fol­gen. Mit wach­sen­der Markt­macht bestim­men die Kon­zer­ne auch zuneh­mend die Spiel­re­geln unse­res Zusam­men­le­bens – zu Las­ten von Umwelt, Gesund­heit und Demo­kra­tie.

Phos­phor: Fluch und Segen eines Ele­ments

Beitrag vom 06.09.2016

von Peter Clausing

Der euro­päi­sche Phos­phor­zy­klus könn­te voll­stän­dig geschlos­sen wer­den, wenn die impor­tier­ten che­mi­schen Phos­phat­dün­ger kom­plett gegen bio­lo­gi­sche und recy­cl­te che­mi­sche Phos­ph­or­dün­ger ersetzt wür­den. Damit stie­ge die Was­ser­qua­li­tät in Euro­pa und vie­le ande­re Pro­ble­me wären gelöst. Doch um das zu errei­chen, müss­te das Dik­tat der »Markt­kräf­te« über­wun­den wer­den.

Die Gly­pho­sat-Kam­pa­gne: Work­shop am 22./23.8.2016

Beitrag vom

Hin­weis in „eige­ner Sache“: Work­shop auf dem Kli­ma­camp

Kam­pa­gnen und „Sys­tem Chan­ge“. Über­le­gun­gen mit Rück­blick auf die Gly­pho­sat-Kam­pa­gne 2015/2016

Work­shop­lei­tung: Leo­nie Sont­hei­mer (Kam­pa­gne „Acker­gif­te? Nein Dan­ke!“ und Peter Clausing (PAN Ger­ma­ny)

Im April 2015 wur­de die Wie­der­ge­neh­mi­gung des Pes­ti­zids Gly­pho­sat erneut öffent­lich dis­ku­tiert – und damit die Argu­men­te, die dage­gen spre­chen. Was mit ver­ein­zel­ten Pres­se­mit­tei­lun­gen begann, ist inner­halb eines Jah­res zu Hun­dert­tau­sen­den von Unter­schrif­ten und gemein­sa­men Appel­len von zig Orga­ni­sa­tio­nen aus zahl­rei­chen euro­päi­schen Län­dern gewach­sen.

In dem Work­shop sol­len rück­bli­ckend die Rah­men­be­din­gun­gen einer erfolg­reich ver­lau­fe­nen Kam­pa­gne ana­ly­siert wer­den. Zugleich steht im Raum, dass eine erfolg­rei­che Kam­pa­gne noch kei­nen Sys­tem­wan­del bedeu­tet. Basie­rend auf die­ser Erkennt­nis soll gemein­sam über den qua­li­ta­ti­ven Sprung von „Kam­pa­gne“ zu „Sys­tem­wan­del“ reflek­tiert wer­den.

Gast­bei­trag: Grü­ner Land­raub durch Natur­schutz

Beitrag vom 12.07.2016

von Rene Ves­per

Haus­ar­beit bei Prof. K.-H. Erd­mann, Geo­gra­fi­sches Insti­tut, Uni­ver­si­tät Bonn.

Die Arbeit kann HIER her­un­ter gela­den wer­den. Nach­ste­hend ein Aus­zug aus der Ein­lei­tung:

Im 21. Jahr­hun­dert blickt der glo­ba­le Nor­den mit Demut auf die ver­gan­ge­nen zwei Jahr­hun­der­te zurück, in denen im Zuge der Indus­tria­li­sie­rung und Glo­ba­li­sie­rung die Res­sour­cen des Pla­ne­ten in gro­ßem Sti­le aus­ge­beu­tet wur­den. Wäh­rend das Wis­sen um das Aus­maß glo­ba­ler Umwelt­zer­stö­rung zunimmt, wird der Ruf nach mehr Umwelt­schutz in der Öffent­lich­keit lau­ter. Auch die welt­weit größ­ten Umwelt­schutz-Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGOs) haben sich unlängst grü­ne Agen­den auf die Fah­nen geschrie­ben.

Tag-Wolke