Stop BAY­ER/­MON­S­AN­TO-Demons­tra­ti­on am 29. April 2017 in Ber­lin

Beitrag vom 10.04.2017

Der Auf­ruf und wei­te­re Details zur Demons­tra­ti­on am Sams­tag dem 29. April 2017 fin­den sich im Fly­er. Emp­foh­len sei auch das dazu­ge­hö­ri­ge Pla­kat.

Die Demo beginnt mit einer Auf­takt­ver­an­stal­tung um 14:00 Peters­bur­ger Platz in Ber­lin. Aktu­el­ler Anlass ist die Haupt­ver­samm­lung der Bay­er-Aktio­nä­re am 28. April in Bonn.

Tagungs­an­kün­di­gung: Deut­sche Unter­neh­men im Glo­ba­len Süden – Umwelt- und Men­schen­rechts­ver­ge­hen

Beitrag vom 19.12.2016

Rüs­tungs­ex­por­te – Auto­mo­bil­in­dus­trie – Pes­ti­zi­d­ex­por­te

Tagung und Ver­net­zungs­tref­fen
Fr. 13. Janu­ar 2017: 14:00 – 18:30
Sa. 14. Janu­ar 2017: 10:00 – 16:15

Die Tagung soll Aktivist_innen, Wissenschaftler_innen, inter­es­sier­ten Per­so­nen, Student_innen einer­seits einen Über­blick zu bestimm­ten Aspek­ten die­ses Rah­men­the­mas bie­ten und ande­rer­seits die Mög­lich­keit zur Ver­net­zung geben.

Auf der Kon­fe­renz sol­len die Berei­che Rüs­tungs­ex­por­te, Pes­ti­zi­d­ex­por­te und die Stra­te­gi­en der Auto­in­dus­trie unter fol­gen­der Fra­ge­stel­lung unter­sucht wer­den: Wel­che Rol­le spie­len deut­sche Fir­men und deut­sche Expor­te im glo­ba­len Süden?

„Saue­rei!“ – Bau­er Wil­lis miss­lun­ge­ne Dem­ago­gie (Rezen­si­on)

Beitrag vom 10.8.2016

von Peter Clausing

„Saue­rei!“ hät­te ein gutes Buch wer­den kön­nen. Es ist flüs­sig geschrie­ben, wenn­gleich etwas distanz­los-kum­pel­haft, aber das trifft sicher den Nerv vie­ler Lese­rin­nen und Leser. Und der Ver­fas­ser ist ein ech­ter Insi­der. Kre­mer-Schil­lings bewirt­schaf­tet 50 Hekt­ar, den glei­chen Hof wie sein Vater und sein Groß­va­ter. Er schöpft aus dem Vol­len, was die Beschrei­bung des Lebens eines Land­wirts anbe­trifft – und das über drei Gene­ra­tio­nen.

Zur Fehl­be­wer­tung von Gly­pho­sat durch Behör­den und Indus­trie

Beitrag vom 02.03.2016

Am 2.März 2016 wur­de gegen das Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung (BfR), die in Par­ma, Ita­li­en, ansäs­si­ge Euro­päi­sche Lebens­mit­tel­be­hör­de (EFSA) und gegen die bel­gi­sche Nie­der­las­sung von Mon­s­an­to, von der im Namen der „Gly­pho­sa­te Task Force“ die Wie­der­ge­neh­mi­gung des Pes­ti­zid­wirk­stoffs Gly­pho­sat bean­tragt wur­de, Straf­an­zei­ge erstat­tet.

In einem Anhang zu die­ser Anzei­ge wur­de die fach­li­che Begrün­dung für die in der Straf­an­zei­ge geäu­ßer­te Anschul­di­gung gelie­fert, dass Behör­den und Indus­trie mit fal­schen Anga­ben ver­su­chen, die Wie­der­ge­neh­mi­gung von Gly­pho­sat zu errei­chen, obwohl die­ses von der Krebs­agen­tur der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (IARC) als „wahr­schein­lich krebs­er­re­gend beim Men­schen“ ein­ge­stuft wur­de.

Viel­falt oder Mono­pol?

Beitrag vom 19. 04. 2011

Euro­päi­sche Saat­gut­ak­ti­ons­ta­ge: Teil­neh­mer kri­ti­sie­ren Geset­zes­vor­ha­ben als Geld­druck­li­zenz für Kon­zer­ne und for­dern Umden­ken

Peter Clausing, Brüs­sel

Das Kul­tur­zen­trum in der Mai­son de la Paix im Brüs­se­ler Stadt­teil Molen­beek hat­te sich am Sonn­tag in eine Saat­gut­tausch­bör­se ver­wan­delt. Drei­ßig Erhal­tungs­in­itia­ti­ven für bedroh­te, nicht­kom­mer­zi­el­le Gemü­se- und Getrei­de­sor­ten aus zwölf euro­päi­schen Län­dern sowie der Tür­kei und Indi­en waren bei den ers­ten Euro­päi­schen Saat­gut­ak­ti­ons­ta­gen prä­sent. Sie dis­ku­tier­ten die mög­li­chen Fol­gen einer ver­schärf­ten Gesetz­ge­bung und Stra­te­gi­en, wie die­se ver­hin­dert wer­den kann. Am Mon­tag wur­den Gesprä­che geführt, Kon­tak­te zwi­schen den Teil­neh­mern geknüpft bzw. ver­tieft. Vor allem aber wur­de demons­triert: Ein Pro­test­marsch führ­te die Teil­neh­mer zu den Brüs­se­ler Ver­tre­tun­gen des Bay­er-Kon­zerns, der Ver­ei­ni­gung der Euro­päi­schen Saat­gut­fir­men sowie zum Sitz des Euro­pa-Par­la­ments. 51416 Unter­schrif­ten von Bür­gern aus 20 Län­dern wur­den dort über­ge­ben und sorg­ten dafür, die­sem drän­gen­den The­ma mehr öffent­li­che Auf­merk­sam­keit zu ver­schaf­fen.

„Wir haben es satt“ – Auf­ruf zur Demo am 22.1.2011

Beitrag vom 09.12.2010

„Wir haben es satt!“ – Demons­trie­ren Sie mit!

Sagen Sie Nein zu Gen­tech­nik, Tier­fa­bri­ken und Dum­ping-Expor­ten!

Wäh­rend der Mes­se »Grü­ne Woche« in Ber­lin tref­fen sich am 22. Janu­ar 2011 Land­wirt­schafts­mi­nis­ter aus aller Welt und inter­na­tio­na­le Agrar­kon­zer­ne auf Ein­la­dung der Bun­des­re­gie­rung.

Das Ziel von Mon­s­an­to, Mül­ler Milch, BASF und Co.: die Indus­tria­li­sie­rung der Land­wirt­schaft vor­an zu trei­ben.

Das heißt: Gen­tech­nik, Tier­fa­bri­ken und Dum­ping-Expor­te.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.wir-haben-es-satt.de

Das Recht auf Viel­falt – Der Kampf um kri­sen­si­che­res Saat­gut

Beitrag vom 15.10.2010

Die Trans­for­ma­ti­on der Land­wirt­schaft. Über die Geschäfts­prak­ti­ken der ­inter­na­tio­na­len Saat­gut­in­dus­trie. Teil II (und Schluß): Der Kampf um kri­sen­si­che­res Saat­gut

Von Anne Schweig­ler und Peter Clausing

Den im Lau­fe des 20. Jahr­hun­derts ent­stan­de­nen Saat­gut­kon­zer­nen gelang es Schritt für Schritt, ihre Mono­pol­macht zu eta­blie­ren und juris­tisch abzu­si­chern – ein bis heu­te andau­ern­der Pro­zeß. Das betrifft sowohl die Bemü­hun­gen, die bestehen­de mono­pol­freund­li­che Gesetz­ge­bung aus­zu­wei­ten als auch die Ver­drän­gung alter Kul­tur­pflan­zen, Landsor­ten genannt, in jenen Tei­len der Erde, wo indus­tri­el­le Land­wirt­schaft und das dazu­ge­hö­ri­ge Saat­gut noch nicht durch­ge­setzt wor­den sind. Die Län­der des Südens haben aus Sicht der Kon­zer­ne in bei­den Punk­ten den größ­ten »Nach­hol­be­darf« und sind dem­zu­fol­ge beson­ders ver­letz­lich.

Im Griff der Mono­po­le

Beitrag vom 14.10.2010

Die Trans­for­ma­ti­on der Land­wirt­schaft. Über die Geschäfts­prak­ti­ken der inter­na­tio­na­len Saat­gut­in­dus­trie. Teil I: Die Durch­set­zung der Kon­zern­macht und deren juris­ti­sche Absi­che­rung.

von Anne Schweig­ler und Peter Clausing

Am 16. Okto­ber 1945 wur­de die Ernäh­rungs- und Land­wirt­schafts­or­ga­ni­sa­ti­on FAO (Food and Agri­cul­tu­re Orga­ni­sa­ti­on of the United Nati­ons) als Son­der­or­ga­ni­sa­ti­on der UNO gegrün­det. Laut ihren Sta­tu­ten hat sie die Auf­ga­be, die Pro­duk­ti­on und die Ver­tei­lung von land­wirt­schaft­li­chen Pro­duk­ten im all­ge­mei­nen und Nah­rungs­mit­teln im beson­de­ren welt­weit zu ver­bes­sern, um die Ernäh­rung sicher­zu­stel­len und den Lebens­stan­dard zu ver­bes­sern. Seit 1979 wird der 16. Okto­ber als Welt­ernäh­rungs­tag began­gen. Dem aktu­el­len Welt­hun­ger­index zufol­ge, der anläß­lich des am Mon­tag in Rom begon­ne­nen Welt­ernäh­rungs­gip­fels vor­ge­stellt wur­de, lei­den aktu­ell etwa eine Mil­li­ar­de Men­schen an Hun­ger und Unter­ernäh­rung. Der Anteil der inter­na­tio­na­len Saat­gut­kon­zer­ne an der Per­ma­nenz der glo­ba­len Hun­ger­kri­se ist Gegen­stand des fol­gen­den Bei­trags. (jW)

Kom­men­tiert: The Com­ing Food Coups by Nat­si­os & Doley

Beitrag vom 31. August 2009

In ihrem Bei­trag „The Com­ing Food Coups“, der im Janu­ar 2009 im Washing­ton Quar­te­ly erschien, das vom Cen­ter for Stra­te­gic and Inter­na­tio­nal Stu­dies her­aus­ge­ge­ben wird, befas­sen sich Nat­si­os und Doley mit den huma­ni­tä­ren, poli­ti­schen und Sicher­heits­kon­se­quen­zen der Preis­ex­plo­sio­nen bei Nah­rungs­mit­teln. Dabei ist für sie die Fami­ne Theo­ry ein hilf­rei­ches Werk­zeug, also die Theo­rie von den Hun­gers­nö­ten, „a body of know­ledge about the micro­eco­no­mic dyna­mics of fami­nes, the vul­nera­bi­li­ty of peop­le to food pri­ce shocks, and the com­mon pat­terns of beha­vi­or peop­le use to try to sur­vi­ve in dif­fe­rent sta­ges of a fami­ne„.

David gegen Goli­ath?

Beitrag vom 05. August 2009

Zwei unver­ein­ba­re Per­spek­ti­ven zur Zukunft der Welt­ernäh­rung

Spä­tes­tens seit den »Brot­re­vol­ten« von 2007 und 2008, mit denen die Men­schen in rund 40 Län­dern auf die Explo­si­on der Lebens­mit­tel­prei­se reagier­ten, ist die Ernäh­rungs­kri­se ein blei­ben­des The­ma in den Medi­en und in der offi­zi­el­len Poli­tik. Dabei ist die Kri­se eher ein gigan­ti­scher Skan­dal, denn den all­jähr­lich neun Mil­lio­nen Hun­ger­to­ten und mehr als einer Mil­li­ar­de chro­nisch Hun­gern­der steht eine Nah­rungs­mit­tel­men­ge gegen­über, die genü­gen wür­de, um alle Men­schen aus­rei­chend zu ver­sor­gen. Folg­lich man­gelt es in ers­ter Linie an einem »glo­ba­len« poli­ti­schen Wil­len, ein Man­gel, der zum Bei­spiel in der Tole­rie­rung und viel­fach sogar För­de­rung der Flä­chen­kon­kur­renz zwi­schen Agro­treib­stoff- und Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on zum Aus­druck kommt.

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