Baum­rin­den-Moni­to­ring der Pes­ti­zid-Belas­tung über die Luft: Eine toxi­ko­lo­gi­sche Bewer­tung

Beitrag vom 15.02.2020

Der vol­le Bericht die­ser für das „Bünd­nis für eine enkel­taug­li­che Land­wirt­schaft e.V.“ erstell­ten Ana­ly­se befin­det sich hier

Hier die Zusam­men­fas­sung:

In einer 2019 ver­öf­fent­lich­ten Stu­die zu einem bun­des­wei­ten Moni­to­ring der Immis­si­ons­be­las­tung der Luft durch Pes­ti­zi­de wur­den ins­ge­samt 104 ver­schie­de­ne Pes­ti­zi­de nach­ge­wie­sen. Im vor­lie­gen­den Bericht wer­den 15 der am häu­figs­ten nach­ge­wie­se­nen Wirk­stof­fe näher betrach­tet: Bos­ca­lid, Clo­ma­zon, Dif­lufe­ni­can, Epo­xi­co­na­zol, Ethof­u­m­e­sat, Flufe­n­acet, Gly­pho­sat, Metala­xyl, Metazachlor, Pen­di­me­tha­lin, Pro­sul­fo­carb, Prothio­co­na­zol, S-Meto­lachlor, Tebu­co­na­zol, Ter­bu­thyl­a­zin. Her­vor­zu­he­ben ist, dass 13 von 14 Wirk­stof­fen (für den 15. Wirk­stoff war kein adäqua­ter Wert für den Dampf­druck vor­han­den) offi­zi­ell als nicht flüch­tig ein­zu­stu­fen sind, wenn man die Kri­te­ri­en der Euro­päi­schen Behör­de für Lebens­mit­tel­si­cher­heit (EFSA 2014) zugrun­de legt, d.h. ihr Dampf­druck beträgt weni­ger als 5 x 10-3, gemes­sen bei 25 °C (Tabel­le 3).

End­lich Licht ins Dun­kel brin­gen – ein Inter­view zum The­ma Pes­ti­zid­zu­las­sung

Beitrag vom 28.03.2019

Sind die aktu­el­len Pes­ti­zid­ver­ord­nun­gen rei­ne Maku­la­tur? Nach Ansicht des Toxi­ko­lo­gen Peter Clausing krankt der Umgang der EU mit Pes­ti­zi­den an struk­tu­rel­len und metho­di­schen Män­geln.

Yus­se­fi-Menz­ler, Redak­teu­rin der Zeit­schrift Öko­lo­gie und Land­bau, hat ihn gefragt, wo genau die Pro­ble­me lie­gen und wie Zulas­sungs­ver­fah­ren in die rich­ti­gen Bah­nen gelenkt wer­den kön­nen.

Der Arti­kel kann hier her­un­ter­ge­la­den wer­den.

Boli­via­ni­sche Klein­bäue­rIn­nen in der Pes­ti­zid­fal­le

Beitrag vom 08.03.2019

In Boli­vi­en hat sich der Pes­ti­zid­ein­satz bin­nen 10 Jah­ren auf jähr­lich 62.900 Ton­nen mehr als ver­sechs­facht. Eine jüngst ver­öf­fent­lich­te Mas­ter­ar­beit belegt, dass fast drei Vier­tel der in Boli­vi­en zuge­las­se­nen Pes­ti­zi­de hoch toxisch sind und ein Groß­teil davon in der EU und in wei­te­ren Län­dern der Welt ver­bo­ten ist. (1)

von Ulri­ke Bickel

8. März 2019

Die von der Uni­ver­si­tät Rock­stock betreu­te Mas­ter­ar­beit von Ulri­ke Bickel „Uso de pla­gui­ci­das por pro­duc­to­res fami­lia­res en Boli­via“ unter­sucht die Dimen­sio­nen, Ein­fluss­fak­to­ren und die sozio-öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen des Pes­ti­zid­ein­sat­zes in Boli­vi­en. Der Arbeit zugrun­de lie­gen eine empi­ri­sche Fall­stu­die zu Klein­bäue­rIn­nen in vier boli­via­ni­schen Öko­re­gio­nen, Exper­ten­in­ter­views mit Regie­rungs- und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und die Ana­ly­se wis­sen­schaft­li­cher und poli­ti­scher Erkennt­nis­se zum Pes­ti­zid­ein­satz in Boli­vi­en samt aku­ten wie chro­ni­schen Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen und der Aus­wir­kun­gen auf die Öko­sys­te­me.

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