Boli­via­ni­sche Klein­bäue­rIn­nen in der Pes­ti­zid­fal­le

Beitrag vom 08.03.2019

In Boli­vi­en hat sich der Pes­ti­zid­ein­satz bin­nen 10 Jah­ren auf jähr­lich 62.900 Ton­nen mehr als ver­sechs­facht. Eine jüngst ver­öf­fent­lich­te Mas­ter­ar­beit belegt, dass fast drei Vier­tel der in Boli­vi­en zuge­las­se­nen Pes­ti­zi­de hoch toxisch sind und ein Groß­teil davon in der EU und in wei­te­ren Län­dern der Welt ver­bo­ten ist. (1)

von Ulri­ke Bickel

8. März 2019

Die von der Uni­ver­si­tät Rock­stock betreu­te Mas­ter­ar­beit von Ulri­ke Bickel „Uso de pla­gui­ci­das por pro­duc­to­res fami­lia­res en Boli­via“ unter­sucht die Dimen­sio­nen, Ein­fluss­fak­to­ren und die sozio-öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen des Pes­ti­zid­ein­sat­zes in Boli­vi­en. Der Arbeit zugrun­de lie­gen eine empi­ri­sche Fall­stu­die zu Klein­bäue­rIn­nen in vier boli­via­ni­schen Öko­re­gio­nen, Exper­ten­in­ter­views mit Regie­rungs- und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und die Ana­ly­se wis­sen­schaft­li­cher und poli­ti­scher Erkennt­nis­se zum Pes­ti­zid­ein­satz in Boli­vi­en samt aku­ten wie chro­ni­schen Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen und der Aus­wir­kun­gen auf die Öko­sys­te­me.

Agrar­öko­lo­gie – Defi­ni­tio­nen, Kon­text und Poten­zia­le

Beitrag vom 25.12.2015

von Peter Clausing

– ursprüng­lich ver­öf­fent­licht auf globe-spotting.de im Novem­ber 2015 –

Vor eini­gen Jah­ren wur­de Agrar­öko­lo­gie als „Wis­sen­schaft, Bewe­gung und Pra­xis“ defi­niert (Wezel et al. 2009). Das bringt zum Aus­druck, dass das Kon­zept weit­aus mehr beinhal­tet als das, was in unse­ren Brei­ten land­läu­fig hin­ter dem Begriff „Bio-…. “ gese­hen wird. Die Bezug­nah­me auf „Bewe­gung“ bedeu­tet aller­dings nicht, dass Agrar­öko­lo­gie auto­ma­tisch mit gesell­schaft­li­chem Umbruch und der Ent­ste­hung einer gerech­te­ren Gesell­schafts­ord­nung gleich­zu­set­zen ist. Doch sicher­lich ist sie ein ‚Tritt­stein’ auf dem Weg dort­hin.

Peak Soil: Bodenzer­stö­rung und Nah­rungs­mit­tel­kri­se

Beitrag vom 29.9.2011

Von Peter Clausing

In dem Bei­trag „Peak Soil: Soil Dest­ruc­tion and the Food Cri­sis“ in der Aus­ga­be Nr. 38/39 von „local land & soil news“ (2011) geht es um die glo­ba­le Boden­de­gra­da­ti­on und deren mög­li­che Umkehr. Der Begriff „Peak Soil“ ist eine seman­ti­sche Ablei­tung von „Peak Oil“, aber zwi­schen die­sen bei­den Begrif­fen besteht ein wesent­li­cher Unter­schied: Wäh­rend es unmög­lich ist, fos­si­le Ener­gie zu „erneu­ern“ (außer in geo­lo­gi­schen Zeit­räu­men), ist es mög­lich, vie­le degra­dier­te Böden inner­halb eines mensch­li­chen Zeit­ho­ri­zonts zu restau­rie­ren, vor­aus­ge­setzt der poli­ti­sche Wil­le exis­tiert und es wür­den die ent­spre­chen­den Kennt­nis­se ange­wen­det und Res­sour­cen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den.

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