Keine Rückkehr des Waldes
In wenigen Ländern nimmt die Waldfläche zu – aber nur wegen Holzimporten aus anderen Staaten. Von Peter Clausing Der globale Waldverlust spielt in der Umweltkrise eine herausragende Rolle. Damit gehen die Sorgen über die Folgen von Artenverlust, Klimawandel, aber auch den Wegfall der Lebensgrundlage für vom Wald abhängige Bevölkerungsgruppen einher. NGOs und kirchliche Hilfswerke prangern darum die Zerstörung der Lebensgrundlagen indigener Völker durch Palmölplantagen und Sojawüsten an. Bei der »Rettung des Klimas« durch Kohlenstoffmärkte hat der Wald eine Schlüsselfunktion. Weshalb transnationale Naturschutzorganisationen Spenden sammeln, »um die Säge zu stoppen«. Schließlich veröffentlicht die Welternährungsorganisation (FAO) seit 1980 regelmäßig die Ergebnisse einer globalen Waldbestandsaufnahme, die Global Forest Ressources Assessment, in dem die Verluste systematisch beschrieben werden. Es gibt also viele verschiedene Akteure, die sich bei diesem Thema zu Wort melden. Was als Wald betrachtet wird, ist eine Definitionssache. Dabei geht es nicht nur um die Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärwäldern. Es ist auch die Frage bedeutsam, ob Flächen, die zu zehn Prozent...
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