Recht auf Nah­rung

Beitrag vom 19.9.2013

In die­sen Tagen erscheint das Buch »Die grü­ne Matrix. Natur­schutz und Welt­ernäh­rung am Schei­de­weg.« Die Tages­zei­tung jun­ge Welt ver­öf­fent­lich­te eine unter Weg­las­sung von Fuß­no­ten und Lite­ra­tur­hin­wei­sen gekürz­te Fas­sung des Abschnitts »Agrar­öko­lo­gie – Defi­ni­tio­nen, Kon­text und Poten­tia­le«. Von Peter Claus­ing Die »Schar­nier­funk­ti­on« der Agrar­öko­lo­gie zwi­schen Natur- und Gesell­schafts­wis­sen­schaft exis­tier­te nicht von Anbe­ginn. Als der Begriff im Jahr 1928 von dem sowje­ti­schen Agro­no­men B.M. Ben­sin geprägt wur­de, war damit aus­schließ­lich Bio­lo­gi­sches gemeint – das Zusam­men­le­ben von Orga­nis­men auf land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­chen. Auch in der Tra­di­ti­on des Kie­ler Pro­fes­sors Wolf­gang Tisch­ler, der 1965 als ers­ter ein Hand­buch mit dem Titel Agrar­öko­lo­gie ver­öf­fent­lich­te, wird das Gebiet vor­nehm­lich als bio­lo­gi­sches Fach ver­stan­den. Im Gegen­satz dazu defi­nier­ten Charles Fran­cis und ande­re 2003 die­se Wis­sen­schafts­dis­zi­plin als »inte­gra­ti­ve Erfor­schung der Öko­lo­gie des gesam­ten Nah­rungs­mit­tel­sys­tems, ein­schließ­lich sei­ner öko­lo­gi­schen, öko­no­mi­schen und sozia­len Dimen­sio­nen«. Auch Tho­mas Dal­gaard und sei­ne Kol­le­gen kom­men 2003 zu der Schluss­fol­ge­rung, dass es sich bei Agrar­öko­lo­gie um die Inte­gra­ti­on agro­no­mi­scher, öko­lo­gi­scher, sozio­lo­gi­scher und öko­no­mi­scher For­schung han­delt. Bäu­er­li­che Inter­es­sen...

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