Ener­gie­schleu­der Agrar­in­dus­trie

Beitrag vom 30.9.2014

von Peter Claus­ing In den letz­ten Jahr­zehn­ten sind die Hekt­ar­er­trä­ge der indus­tri­el­len Land­wirt­schaft erheb­lich gestie­gen. Erkauft wur­de die­ser Zuwachs mit einem extrem hohen Ein­satz fos­si­ler Ener­gie­trä­ger. Doch inzwi­schen ist die Eupho­rie über die Wun­der der „grü­nen Revo­lu­ti­on“ ver­flo­gen und es macht sich Ernüch­te­rung breit. Trotz des fort­ge­setz­ten Ein­sat­zes erd­öl­ba­sier­ter Res­sour­cen sta­gnie­ren die Erträ­ge oder sin­ken sogar. Eine wesent­li­che Ursa­che ist die nach­las­sen­de Boden­frucht­bar­keit auf­grund der ver­nach­läs­sig­ten orga­ni­schen Dün­gung und der Ver­sal­zung bewäs­ser­ter Böden in semia­ri­den Regio­nen. Mehr Auf­wand als Ertrag Seit der Erd­öl­kri­se Mit­te der 1970er-Jah­re inter­es­sie­ren sich Wis­sen­schaft­ler ver­stärkt für die Ener­gie­bi­lan­zen land­wirt­schaft­li­cher Pro­duk­ti­on. Fasst man die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se zusam­men, wird schnell klar: Bei indus­trie­mä­ßi­ger Groß­flä­chen­wirt­schaft wird mehr (fos­si­le) Ener­gie ver­braucht, als am Ende in der ver­zehr­ten Nah­rung steckt (Pimen­tel, 1980). Außer jener Ener­gie, die in der eigent­li­chen Pro­duk­ti­on steckt, wer­den auch die für den Trans­port zu den Märk­ten und zur Her­stel­lung von Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al auf­ge­wen­de­te Ener­gie und wei­te­re Fak­to­ren berück­sich­tigt. Dar­aus ergibt sich in der inten­si­ven Land­wirt­schaft ein Auf­wand...

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