Die Gly­pho­sat-Kon­tro­ver­se

Beitrag vom 19.8.2015

Zum Streit um die Wie­der­zu­las­sung des Pflan­zen­gif­tes in der EU nach der WHO-War­nung vor Krebs­ge­fahr Von Peter Claus­ing Anfang August teil­te die Euro­päi­sche Behör­de für Lebens­mit­tel­si­cher­heit (Euro­pean Food Secu­ri­ty Aut­ho­ri­ty, EFSA) mit, man wer­de sich mehr Zeit als geplant für eine Emp­feh­lung zur Neu­zu­las­sung des Unkraut­ver­nich­ters Gly­pho­sat las­sen. Die Ein­schät­zung der Exper­ten wer­de nicht, wie ursprüng­lich vor­ge­se­hen, am 13. August abge­ge­ben, son­dern erst Ende Okto­ber oder Anfang Novem­ber, sag­te ein Efsa-Spre­cher am 5. August am Sitz der Behör­de im ita­lie­ni­schen Par­ma. Pes­ti­zid­wirk­stof­fe unter­lie­gen in der Euro­päi­schen Uni­on alle zehn Jah­re einem Wie­der­zu­las­sungs­ver­fah­ren, bei dem alle neu hin­zu­ge­kom­me­nen Erkennt­nis­se über mög­li­che Risi­ken für Gesund­heit und Umwelt zu berück­sich­ti­gen sind. Die­se Rege­lung ist ein Erfolg des jahr­zehn­te­lan­gen Kamp­fes von Umwelt­or­ga­ni­sa­tio­nen. Sie hat aber nur bedingt zu einer Redu­zie­rung des Ein­sat­zes von Gif­ten in der Land­wirt­schaft bei­getra­gen, die gegen Pflan­zen (Her­bi­zi­de), Schäd­lin­ge (Insek­ti­zi­de) oder Pil­ze (Fun­gi­zi­de) wir­ken. Die Ter­min­ver­schie­bung bei der EFSA ist ein Indiz dafür, dass hin­ter den Kulis­sen hef­ti­ge Debat­ten statt­fin­den....

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