„Wir haben es satt“ – Auf­ruf zur Demo am 22.1.2011

Beitrag vom 09.12.2010

„Wir haben es satt!“ – Demons­trie­ren Sie mit!

Sagen Sie Nein zu Gen­tech­nik, Tier­fa­bri­ken und Dum­ping-Expor­ten!

Wäh­rend der Mes­se »Grü­ne Woche« in Ber­lin tref­fen sich am 22. Janu­ar 2011 Land­wirt­schafts­mi­nis­ter aus aller Welt und inter­na­tio­na­le Agrar­kon­zer­ne auf Ein­la­dung der Bun­des­re­gie­rung.

Das Ziel von Mon­s­an­to, Mül­ler Milch, BASF und Co.: die Indus­tria­li­sie­rung der Land­wirt­schaft vor­an zu trei­ben.

Das heißt: Gen­tech­nik, Tier­fa­bri­ken und Dum­ping-Expor­te.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www.wir-haben-es-satt.de

UNO-Exper­te: Bio­land­bau über­trifft indus­tri­el­le Land­wirt­schaft

Beitrag vom 22.06.2010

Der UN-Son­der­be­richt­erstat­ter für das Recht auf Nah­rung, Oli­vi­er De Schutter, erklär­te wäh­rend der Vor­stel­lung ent­pre­chen­der Ergeb­nis­se auf einer Inter­na­tio­na­len Agro­öko­lo­gie-Tagung in Brüs­sel am 21./22. Juni 2010, „die Regie­run­gen und inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen müs­sen sich drin­gend zu einer mas­si­ven För­de­rung bio­lo­gi­scher Anbaut­rech­ni­ken ent­schlie­ßen, um die Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­ti­on zu erhö­hen und das Kli­ma zu schüt­zen.“

Zusam­men mit 25 füh­ren­den Agro­öko­lo­gie-Exper­ten dräng­te der UNO-Exper­te die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft, „die gegen­wär­ti­ge Land­wirt­schafts­po­li­tik zu über­den­ken“ und das Poten­ti­al des Bio­land­baus zu nut­zen.

Mein Kom­men­tar: Dies wäre ein not­wen­di­ger, aber kein hin­rei­chen­der Schritt, um den bei­den Kri­sen (Ernäh­rung, Kli­ma) bei­zu­kom­men – „ein­fach nur“ mit Bio­land­bau, ohne grund­le­gen­den gesell­schaft­li­chen Umbau, wer­den wir auf hal­bem Wege ste­cken blei­ben.

Agro­s­prit, Hun­ger, Mehr­ver­brauch statt Effi­zi­enz

Beitrag vom 29.05.2010

Mat­thi­as Bra­ke

Im spa­ni­schen Sevil­la ist die inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz der Agrar­treib­stoff­in­dus­trie (World Bio­fu­els 2010 [1]) zu Ende gegan­ge­nen. Dort wur­den die Aus­bau­plä­ne und Wachs­tums­hoff­nun­gen der Agrar­treib­stoff-Pro­du­zen­ten vor­ge­stellt [2]. 480 Mil­lio­nen Hekt­ar Land sol­len bis 2045 für den Anbau von Ener­gie­pflan­zen genutzt wer­den. Zum Ver­gleich: Die Gesamt­flä­che der Euro­päi­schen Uni­on beträgt 430 Mil­lio­nen Hekt­ar.

Wei­ter­le­sen auf Tele­po­lis

Kom­men­tiert: »The Poli­tics of Hun­ger« by Paul Col­lier

Beitrag vom 22. August 2009

Inner­halb der letz­ten 12 Mona­te sind meh­re­re ein­fluss­rei­che Publi­ka­tio­nen der Befür­wor­ter von Gen­tech­nik und indus­tri­el­ler Land­wirt­schaft erschie­nen Hier wer­fen wir einen Blick auf den ers­ten die­ser Bei­trä­ge, den Wal­den Bel­lo in sei­nem Text „The glo­bal food pri­ce cri­sis: A cri­tique of ortho­dox per­spec­tives“ als „Perhaps the most influ­en­ti­al ortho­dox view on the cau­ses, dyna­mics, and solu­ti­on to the food pri­ce cri­sis“ bezeich­net (http://www.worldhunger.org/articles/09/editorials/bello.htm). Kaum über­ra­schend, wird Col­liers Bei­trag vom World Food Pro­gram als Infor­ma­ti­ons­quel­le ange­bo­ten (http://www.wfp.org/content/politics-hunger-foreign-affairs).

Der Text von Paul Col­lier, Öko­no­mie-Pro­fes­sor und Direk­tor des Cen­ter for the Stu­dy of Afri­can Eco­no­mies an der Uni­ver­si­tät Oxford, erschien 2008 in der Novem­ber-Aus­ga­be von For­eign Affairs mit dem Titel „The Poli­tics of Hun­ger“.

Gepflanz­te Pro­fi­te

Beitrag vom 16. Oktober 2008

Der heu­ti­ge 16. Okto­ber wur­de 1979 zum Welt­ernäh­rungs­tag erklärt. Es ist der Grün­dungs­tag der Welt­ernäh­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on (FAO) der Ver­ein­ten Natio­nen, die im Jahr 1945 an die­sem Tag geschaf­fen wur­de. Der Welt­ernäh­rungs­tag steht jedes Jahr unter einem beson­de­ren The­ma. Im vori­gen Jahr lau­te­te das Mot­to »Das Recht auf Nah­rung ist kei­ne Uto­pie«. Die rea­le Poli­tik der FAO dis­qua­li­fi­ziert die­ses Mot­to zur hoh­len Phra­se, denn die­ses Recht ist unlängst für wei­te­re zig Mil­lio­nen Men­schen zur Uto­pie gewor­den. Es ist seit län­ge­rem bekannt, daß das sowohl vom Welt­ernäh­rungs­gip­fel 1996 als auch von der »Mill­en­ni­ums­er­klä­rung« der UNO im Jahr 2000 defi­nier­te Ziel, die Zahl der chro­nisch hun­gern­den Men­schen bis zum Jahr 2015 zu hal­bie­ren, nicht erreicht wird. Mitt­ler­wei­le zeich­net sich ab, daß es nicht ein­mal gelin­gen wird, die­se Zahl kon­stant zu hal­ten. Laut FAO erhöh­te sich zwi­schen 1992 und 2005 die Zahl der chro­nisch Hun­gern­den zunächst von 842 auf 848 Mil­lio­nen Men­schen, um dann im Jahr 2007 sprung­haft auf 943 Mil­lio­nen zu stei­gen. Eine wei­te­re dra­ma­ti­sche Erhö­hung in die­sem Jahr ist abseh­bar.

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