Für den Erhalt des frei­en Saat­guts

Beitrag vom 19. 04. 2011

Akti­vis­ten über­rei­chen 50 000 Unter­schrif­ten gegen Reform in Brüs­sel. Am 17. und 18. April fan­den in Brüs­sel die ers­ten euro­päi­schen Saat­gut­ta­ge statt. (Hin­weis: am Ende waren es 58.000 Unter­schrif­ten) Von Peter Claus­ing Es wim­mel­te am Sonn­tag in der Mai­son de la Paix im Brüs­se­ler Stadt­teil Molen­beek. Das Kul­tur­zen­trum hat­te sich für einen Tag in die ers­te euro­päi­sche Saat­gut­tausch­bör­se ver­wan­delt und beher­berg­te fer­ner einen halb­tä­gi­gen inter­na­tio­na­len Mei­nungs­aus­tausch zum The­ma Saat­gut­ge­setz­ge­bung. 30 Erhal­tungs­in­itia­ti­ven für bedroh­te, nicht­kom­mer­zi­el­le Gemü­se- und Getrei­de­sor­ten aus zwölf euro­päi­schen Län­dern, der Tür­kei und Indi­en hat­ten ihre Stän­de auf­ge­baut, rund 500 Besu­cher und Teil­neh­mer folg­ten der Ein­la­dung. Der Grund für die Mobi­li­sie­rung ist die dro­hen­de Ver­schär­fung des euro­päi­schen Saat­gut­rechts, die zu einer Ille­ga­li­sie­rung der Ver­brei­tung frei­er Sor­ten füh­ren könn­te. Der zum Teil erheb­li­che Ein­fluss, den die euro­päi­sche Saat­gut­ge­setz­ge­bung bereits in der Ver­gan­gen­heit auf inter­na­tio­na­le Abkom­men und natio­na­le Geset­ze außer­eu­ro­päi­scher Län­der hat­te, erklärt das Inter­es­se von Bäue­rIn­nen­or­ga­ni­sa­tio­nen aus der Tür­kei und Indi­en. Das neue tür­ki­sche Saat­gut­ge­setz, dem sich unter ande­rem die...

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Viel­falt oder Mono­pol?

Beitrag vom 19. 04. 2011

Euro­päi­sche Saat­gut­ak­ti­ons­ta­ge: Teil­neh­mer kri­ti­sie­ren Geset­zes­vor­ha­ben als Geld­druck­li­zenz für Kon­zer­ne und for­dern Umden­ken Peter Claus­ing, Brüs­sel Das Kul­tur­zen­trum in der Mai­son de la Paix im Brüs­se­ler Stadt­teil Molen­beek hat­te sich am Sonn­tag in eine Saat­gut­tausch­bör­se ver­wan­delt. Drei­ßig Erhal­tungs­in­itia­ti­ven für bedroh­te, nicht­kom­mer­zi­el­le Gemü­se- und Getrei­de­sor­ten aus zwölf euro­päi­schen Län­dern sowie der Tür­kei und Indi­en waren bei den ers­ten Euro­päi­schen Saat­gut­ak­ti­ons­ta­gen prä­sent. Sie dis­ku­tier­ten die mög­li­chen Fol­gen einer ver­schärf­ten Gesetz­ge­bung und Stra­te­gien, wie die­se ver­hin­dert wer­den kann. Am Mon­tag wur­den Gesprä­che geführt, Kon­tak­te zwi­schen den Teil­neh­mern geknüpft bzw. ver­tieft. Vor allem aber wur­de demons­triert: Ein Pro­test­marsch führ­te die Teil­neh­mer zu den Brüs­se­ler Ver­tre­tun­gen des Bay­er-Kon­zerns, der Ver­ei­ni­gung der Euro­päi­schen Saat­gut­fir­men sowie zum Sitz des Euro­pa-Par­la­ments. 51416 Unter­schrif­ten von Bür­gern aus 20 Län­dern wur­den dort über­ge­ben und sorg­ten dafür, die­sem drän­gen­den The­ma mehr öffent­li­che Auf­merk­sam­keit zu ver­schaf­fen. Anlaß für die Mobi­li­sie­rung ist die dro­hen­de Ver­schär­fung des euro­päi­schen Saat­gut­rechts. Die­sem Anlie­gen war bereits eine zwei­jäh­ri­ge Kam­pa­gne mit Ver­an­stal­tun­gen und Unter­schrif­ten­ak­tio­nen vor­aus­ge­gan­gen. Andre­as Rie­ke­berg von der...

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»Lei­der noch weit von einem Mas­sen­the­ma ent­fernt«

Beitrag vom 19. 04. 2011

Am Wochen­en­de tra­fen sich in Brüs­sel Geg­ner der Ver­schär­fung des euro­päi­schen Saat­gut­rechts. Ein Gespräch mit Hei­ke Schie­beck Hei­ke Schie­beck vom Öster­rei­chi­schen Berg- und Klein­bäue­rIn­nen-Ver­band hat am Wochen­en­de an den Euro­päi­schen Saat­gut­ak­ti­ons­ta­gen in Brüs­sel teil­ge­nom­men. Sie lebt auf einem Hof des euro­päi­schen bäu­er­li­chen Netz­werks Lon­go maï und arbei­tet auch im Koor­di­nie­rungs­rat von La Via Cam­pe­si­na In Brüs­sel fan­den jetzt die »Saat­gut­ak­ti­ons­ta­ge« statt – wor­um ging es denn da? Die­ses Tref­fen ist nur eines von vie­len, die welt­weit zum 17. April statt­fan­den, dem Inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag für Bäu­er­li­che Rech­te. Die für ges­tern vor­ge­se­he­ne Über­ga­be von mehr als 50000 Unter­schrif­ten gegen eine Ver­schär­fung des euro­päi­schen Saat­gut­rechts an das Euro­pa­par­la­ment ist das Ergeb­nis einer zwei­jäh­ri­gen Kam­pa­gne – wobei ich die Kam­pa­gne selbst für min­des­tens genau­so wich­tig hal­te wie die Über­ga­be der Unter­schrif­ten. In Euro­pa, wo die Zahl der bäu­er­li­chen Wirt­schaf­ten kon­ti­nu­ier­lich zurück­geht, ver­wen­det nur noch ein Bruch­teil der Bäue­rin­nen und Bau­ern selbst gewon­ne­nes Saat­gut. Mit der geplan­ten Ver­schär­fung der Saat­gut­ge­setz­ge­bung wird die Erhal­tung solch tra­di­tio­nel­ler...

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