Schönredner bei der FAO

Beitrag vom 04.08.2010

Aus: land & wirtschaft, junge Welt-Beilage vom 04.08.2010
von Peter Clausing

Landnahme durch private Investoren in Afrika und Lateinamerika erreicht dramatische Dimensionen. UN-Ernährungsorganisation, Weltbank und Entwicklungspolitiker betonen »Chancen«

Nein zum Ausverkauf von Afrika!

Beitrag vom 01.06.2010

Das INKOTA-Netzwerk führt derzeit eine Protestaktion gegen Land Grabbing und die damit verbundenen schwerwiegenden Konsequenzen für Kleinbauern und die lokale Bevölkerung durch.

Ausländische Investoren haben innerhalb von drei Jahren allein in Afrika 20 Millionen Hektar Ackerland aufgekauft. Während die lokale Bevölkerung an Hunger leidet, produzieren die Investoren Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export. Die Bundesregierung kann einiges dagegen unternehmen, doch bislang reagiert sie nur zögerlich. Es ist höchste Zeit zu handeln!

Schicken Sie eine Protestmail an die Bundesregierung mit der Aufforderung, den Ausverkauf von Land in Afrika und anderswo sofort zu stoppen.

Namibia: Agrargroßprojekt von Demeter International Ltd., UK

Beitrag vom 15.05.2010

Hinweis/Korrektur: Demeter International Ltd. ist ein britisches Agrarinvestment-Unternehmen und hat weder etwas mit Biolandbau zu tun noch mit dem deutschen Verband Demeter International e.V., der ein Erzeugerverband für biologisch-dynamische Landwirtschaft ist und sich bereits gegen den Missbrauch seines Namens gewehrt hat.

Mit Bitte um Entschuldigung für die ursprünglich irreführenden Darstellung.

Im Bwabwata-Nationalpark, fünf Kilometer von der Grenze zu Angola entfernt, soll auf 10.000 Hektar ein umstrittenes Agrargroßprojekt entstehen. Hält die ‘Demeter International Ltd.’ und ihr namibischer Partner ‘Labour Investment Holding’ (LIH) an ihrem ‘Katondo Farm Project’ fest, wird hier ab Oktober bislang unberührter Boden umgepflügt und zweimal pro Jahr geerntet.

Rezension von “Peak Soil – Die globale Jagd nach Land”

Beitrag vom 18.04.2010

Bettina Dyttrich hat das wichtige im vorigen Herbst erschienene Buch von Thomas Fritz zum Thema “Land grabbing” in der WOZ vom 15.04.2010 rezensiert.

Peak Soil

Hol den Boden bei den Armen

Staaten und Konzerne investieren weltweit immer mehr in Ackerland. Der deutsche Journalist Thomas Fritz beschreibt diese “globale Jagd nach Land” und zeigt, wie Armut wirksam bekämpft werden könnte.

Weiterlesen auf der Homepage der WOZ

Das Buch online bestellen unter www.fdcl.org

Peak Soil. Die globale Jagd nach Land
Fritz, Thomas
FDCL-Verlag. Berlin 2009
164 Seiten. 12 Euro

Neokoloniale Landnahme: Afrika und Asien im Ausverkauf

Beitrag vom 28.03.2010

Das Muster ist bekannt, die Methode etwas verfeinert. Statt mit Waffengewalt sichern sich heute reiche Länder und multinationale Konzerne mit dem nötigen Kleingeld üppige Ländereien in armen und korruptionsgebeutelten Staaten. Anders als behauptet ist die neue Umverteilung von Boden keine Win-win-Situation.
Ab der vierten Seite der Datei (Pol Oekol_119) ein Text, der soeben in der Zeitschrift Politische Ökologie erschienen ist.

Präsentation zu Vortrag “Landgrabbing” am 25.02.2010 in Berlin

Beitrag vom 25.02.2010

Hier die Präsentation als Live-View (Flash) | PDF zum Vortrag “Turbo-Kapitalismus – die neue Landnahme im globalen Süden” im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Frisch serviert vom Krisenherd” (siehe Meldung vom 14.02.2010).

Den Vortrag gab’s am 25.2.2010 um 19:00 Uhr in der »Galerie Zeitzone«, Adalbertstr. 79, 10997 Berlin-Kreuzberg.

Landbesitz: Eine Frage der Sicherheit!

Beitrag vom 15. Oktober 2009

Land ist die Grundlage der Ernährung und die Basis für Reichtum und Macht. Die Verfügungsgewalt über Land bietet Sicherheit. Veränderungen beim Landeigentum sind gleichermaßen Ausgangspunkt und Resultat von Konflikten.

Zu Recht schlugen Organisationen wie GRAIN im Oktober 2008 Alarm1, weil Staaten und Investmentgesellschaften in einen Kaufrausch verfallen sind, bei dem riesige Ländereien, vor allem in Afrika, durch Pacht oder Eigentumsüberschreibung ihren Besitzer gewechselt hatten oder noch wechseln sollten. Das Phänomen ist vielschichtig, und die Ereignisse in den letzten zwei Jahren repräsentieren nur die Spitze eines Eisbergs, der seit rund zwei Jahrzehnten durch die neoliberalen Gewässer driftet. Doch das »Kaufrausch«-Phänomen bewegte die Gemüter so heftig, dass nicht nur kritische NGOs, sondern auch Thinktanks und mächtige Institutionen in kurzer Abfolge dazu Analysen veröffentlichten2, Konferenzen veranstalteten3 und Studien in Auftrag gaben.4

Turbokolonialismus

Beitrag vom 28. April 2009

Vor knapp einem Jahr eroberten Berichte über Hungeraufstände als Folge der explodierenden Lebensmittelpreise in den Ländern des Südens die Schlagzeilen. Allein von Januar bis Mai 2008 kam es in elf Ländern Afrikas, Asiens und der Karibik zu derartigen Revolten. Von den zum Teil gewaltsamen, vor allem aber gewaltsam unterdrückten Protesten wurde denen in Kamerun (Februar 2008) und Haiti (April 2008) die meiste Beachtung geschenkt. Nach kurzer Zeit wurde das Thema durch die ersten Eingeständnisse einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von den Titelseiten der Weltpresse verdrängt.

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