Die Gly­pho­sat-Kam­pa­gne: Work­shop am 22./23.8.2016

Beitrag vom

Hin­weis in „eige­ner Sache“: Work­shop auf dem Kli­ma­camp

Kam­pa­gnen und „Sys­tem Chan­ge“. Über­le­gun­gen mit Rück­blick auf die Gly­pho­sat-Kam­pa­gne 2015/2016

Work­shop­lei­tung: Leo­nie Sont­hei­mer (Kam­pa­gne „Acker­gif­te? Nein Dan­ke!“ und Peter Clausing (PAN Ger­ma­ny)

Im April 2015 wur­de die Wie­der­ge­neh­mi­gung des Pes­ti­zids Gly­pho­sat erneut öffent­lich dis­ku­tiert – und damit die Argu­men­te, die dage­gen spre­chen. Was mit ver­ein­zel­ten Pres­se­mit­tei­lun­gen begann, ist inner­halb eines Jah­res zu Hun­dert­tau­sen­den von Unter­schrif­ten und gemein­sa­men Appel­len von zig Orga­ni­sa­tio­nen aus zahl­rei­chen euro­päi­schen Län­dern gewach­sen.

In dem Work­shop sol­len rück­bli­ckend die Rah­men­be­din­gun­gen einer erfolg­reich ver­lau­fe­nen Kam­pa­gne ana­ly­siert wer­den. Zugleich steht im Raum, dass eine erfolg­rei­che Kam­pa­gne noch kei­nen Sys­tem­wan­del bedeu­tet. Basie­rend auf die­ser Erkennt­nis soll gemein­sam über den qua­li­ta­ti­ven Sprung von „Kam­pa­gne“ zu „Sys­tem­wan­del“ reflek­tiert wer­den.

Gast­bei­trag: Grü­ner Land­raub durch Natur­schutz

Beitrag vom 12.07.2016

von Rene Ves­per

Haus­ar­beit bei Prof. K.-H. Erd­mann, Geo­gra­fi­sches Insti­tut, Uni­ver­si­tät Bonn.

Die Arbeit kann HIER her­un­ter gela­den wer­den. Nach­ste­hend ein Aus­zug aus der Ein­lei­tung:

Im 21. Jahr­hun­dert blickt der glo­ba­le Nor­den mit Demut auf die ver­gan­ge­nen zwei Jahr­hun­der­te zurück, in denen im Zuge der Indus­tria­li­sie­rung und Glo­ba­li­sie­rung die Res­sour­cen des Pla­ne­ten in gro­ßem Sti­le aus­ge­beu­tet wur­den. Wäh­rend das Wis­sen um das Aus­maß glo­ba­ler Umwelt­zer­stö­rung zunimmt, wird der Ruf nach mehr Umwelt­schutz in der Öffent­lich­keit lau­ter. Auch die welt­weit größ­ten Umwelt­schutz-Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGOs) haben sich unlängst grü­ne Agen­den auf die Fah­nen geschrie­ben.

Tagung im Mai: In neu­en Ter­ri­to­ri­en den­ken – statt Aus­ver­kauf von Land

Beitrag vom

6. – 8. Mai 2016

Evan­ge­li­sche Aka­de­mie Bad Boll

In neu­en Ter­ri­to­ri­en den­ken – statt Aus­ver­kauf von Land

Welt­weit nimmt die Land­kon­zen­tra­ti­on zu, wäh­rend umver­tei­len­de Land­re­for­men aus der Mode gekom­men sind. Die Kon­se­quen­zen sind in unter­schied­li­cher Form über­all spür­bar: neue Abhän­gig­kei­ten, sin­ken­der Hand­lungs­spiel­raum und ein­ge­schränk­tes Ent­wick­lungs­po­ten­ti­al nicht nur für Bäue­rin­nen und Bau­ern, Akteu­re im länd­li­chen Raum, son­dern für die brei­te Bevöl­ke­rung. Die Unter­schie­de und Gemein­sam­kei­ten der welt­wei­ten Ent­wick­lun­gen wol­len wir unter ande­rem mit Satur­ni­no Bor­ras (Den Haag), Caro­li­ne Cal­le­ni­us (Stutt­gart), Nad­ja Chara­by (Ber­lin), Kers­tin Lan­je (Aachen), Wolf­gang Hees (Eich­stet­ten), Ange­la Mül­ler (Nie­der­stet­ten) Luis Hernán­dez Navar­ro (Mexi­ko), Uwe Hoering (Bonn), Ste­fan Ofte­rin­ger (Aachen), Vic­tor Rod­ri­gues (Por­tu­gal), Adria­no Tal­les Reis (Bra­si­li­en) und Phi­li­an Zam­chiya (Zim­bab­we) dis­ku­tie­ren.

Kein Wald vor lau­ter Bäu­men (Bei­trag zum „Tag des Wal­des“ am 21.3.2016)

Beitrag vom 21.3.2015

von Peter Clausing

Welt­weit ver­lang­samt sich die Abhol­zung. Neu ange­pflanzt wer­den aller­dings rie­si­ge Mono­kul­tu­ren, die etli­chen Mil­lio­nen Men­schen kei­ne Lebens­grund­la­ge mehr bie­ten.

Zur Fehl­be­wer­tung von Gly­pho­sat durch Behör­den und Indus­trie

Beitrag vom 02.03.2016

Am 2.März 2016 wur­de gegen das Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung (BfR), die in Par­ma, Ita­li­en, ansäs­si­ge Euro­päi­sche Lebens­mit­tel­be­hör­de (EFSA) und gegen die bel­gi­sche Nie­der­las­sung von Mon­s­an­to, von der im Namen der „Gly­pho­sa­te Task Force“ die Wie­der­ge­neh­mi­gung des Pes­ti­zid­wirk­stoffs Gly­pho­sat bean­tragt wur­de, Straf­an­zei­ge erstat­tet.

In einem Anhang zu die­ser Anzei­ge wur­de die fach­li­che Begrün­dung für die in der Straf­an­zei­ge geäu­ßer­te Anschul­di­gung gelie­fert, dass Behör­den und Indus­trie mit fal­schen Anga­ben ver­su­chen, die Wie­der­ge­neh­mi­gung von Gly­pho­sat zu errei­chen, obwohl die­ses von der Krebs­agen­tur der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (IARC) als „wahr­schein­lich krebs­er­re­gend beim Men­schen“ ein­ge­stuft wur­de.

Pro­fi­ta­bles Acker­gift

Beitrag vom 23.01.2016

von Peter Clausing

Das Ver­hält­nis zwi­schen agro­che­mi­scher Indus­trie, land­wirt­schaft­li­chen Pro­du­zen­ten und Ver­brau­chern wirft nicht nur ein Schlag­licht auf den Zustand unse­rer Land­wirt­schaft, son­dern auch auf den unse­rer Demo­kra­tie. Das lässt sich anhand des Streits um die wei­te­re Geneh­mi­gung des Wirk­stoffs Gly­pho­sat, auch Bestand­teil des Breit­band-Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tels »Roun­dup«, zei­gen, von dem bereits vor fünf Jah­ren bei einem Jah­res­um­satz von knapp 4 Mil­li­ar­den US-Dol­lar etwa 610.000 Ton­nen welt­weit ein­ge­setzt wur­den.

Agrar­öko­lo­gie – Defi­ni­tio­nen, Kon­text und Poten­zia­le

Beitrag vom 25.12.2015

von Peter Clausing

– ursprüng­lich ver­öf­fent­licht auf globe-spotting.de im Novem­ber 2015 –

Vor eini­gen Jah­ren wur­de Agrar­öko­lo­gie als „Wis­sen­schaft, Bewe­gung und Pra­xis“ defi­niert (Wezel et al. 2009). Das bringt zum Aus­druck, dass das Kon­zept weit­aus mehr beinhal­tet als das, was in unse­ren Brei­ten land­läu­fig hin­ter dem Begriff „Bio-…. “ gese­hen wird. Die Bezug­nah­me auf „Bewe­gung“ bedeu­tet aller­dings nicht, dass Agrar­öko­lo­gie auto­ma­tisch mit gesell­schaft­li­chem Umbruch und der Ent­ste­hung einer gerech­te­ren Gesell­schafts­ord­nung gleich­zu­set­zen ist. Doch sicher­lich ist sie ein ‚Tritt­stein’ auf dem Weg dort­hin.

Gly­pho­sat-Krebs­stu­di­en an Mäu­sen – Argu­men­te der EU-Behör­de ohne Grund­la­ge

Beitrag vom 16.12.2015

Von Peter Clausing

Am 12. Novem­ber ver­öf­fent­lich­te die Euro­päi­sche Agen­tur für Lebens­mit­tel­si­cher­heit (EFSA) ihre Schluss­fol­ge­rung zur Bewer­tung des Her­bi­zid­wirk­stoffs Gly­pho­sat, der von der WHO-Agen­tur für Krebs­for­schung (IARC) als „wahr­schein­lich krebs­er­re­gend beim Men­schen“ ein­ge­stuft wur­de, was eine wei­te­re Geneh­mi­gung die­ses Wirk­stoffs in Euro­pa mit größ­ter Wahr­schein­lich­keit aus­ge­schlos­sen hät­te, wenn die EFSA sich die­ser wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Bewer­tung ange­schlos­sen hät­te – hat sie aber nicht. Anfang Dezem­ber 2015 wur­de der ent­schei­den­de Teil der EFSA-Schluss­fol­ge­run­gen, jene zu den Krebs­stu­di­en an Labor­mäu­sen, einer kri­ti­sche Ana­ly­se unter­zo­gen. Zu die­sem 10-sei­ti­gen eng­lisch­spra­chi­gen Doku­ment gibt es jetzt die nach­ste­hen­de deut­sche Zusam­men­fas­sung.

Pri­va­te Stif­tun­gen – Speer­spit­ze der glo­ba­len Agrar­kon­zer­ne?

Beitrag vom 14.12.2015

Von Peter Clausing

Die „neu­en Phil­an­thro­pen“, wie sich die Mil­li­ar­dä­re des 21. Jahr­hun­derts nen­nen, schaf­fen mit ihren Stif­tun­gen unter Umge­hung demo­kra­ti­scher Ent­schei­dungs­pro­zes­se die Vor­aus­set­zun­gen für die Aus­deh­nung der Märk­te trans­na­tio­na­ler Kon­zer­ne. Ver­brämt durch einen Dis­kurs der Armuts­be­kämp­fung, för­dern sie die Ent­ste­hung einer neu­en agra­ri­schen Mit­tel­schicht im sub­sa­ha­ri­schen Afri­ka, die aus­rei­chend zah­lungs­kräf­tig ist, um sich die Seg­nun­gen einer neu­en Grü­nen Revo­lu­ti­on leis­ten zu kön­nen. Man­gel an Demo­kra­tie ist eine wesent­li­che Vor­aus­set­zung dafür. Zwar behaup­tet die Grü­ne Revo­lu­ti­on 2.0, dass sie die afri­ka­ni­schen Klein­bäue­rIn­nen aus der Armuts­fal­le zie­hen wol­le, doch gera­de die­se pro­fi­tie­ren nicht davon! Die eigent­li­chen Nutz­nie­ßer des neu­en land­wirt­schaft­li­chen Booms sind – wie Unter­su­chun­gen in Kenia und Sam­bia zei­gen – rei­che Städ­ter, in der Mehr­zahl Regie­rungs­an­ge­stell­te, die sich in die Land­wirt­schaft ein­kau­fen.

Die Gly­pho­sat-Kon­tro­ver­se

Beitrag vom 19.8.2015


Zum Streit um die Wie­der­zu­las­sung des Pflan­zen­gif­tes in der EU nach der WHO-War­nung vor Krebs­ge­fahr

Von Peter Clausing

Anfang August teil­te die Euro­päi­sche Behör­de für Lebens­mit­tel­si­cher­heit (Euro­pean Food Secu­ri­ty Aut­ho­ri­ty, EFSA) mit, man wer­de sich mehr Zeit als geplant für eine Emp­feh­lung zur Neu­zu­las­sung des Unkraut­ver­nich­ters Gly­pho­sat las­sen. Die Ein­schät­zung der Exper­ten wer­de nicht, wie ursprüng­lich vor­ge­se­hen, am 13. August abge­ge­ben, son­dern erst Ende Okto­ber oder Anfang Novem­ber, sag­te ein Efsa-Spre­cher am 5. August am Sitz der Behör­de im ita­lie­ni­schen Par­ma.

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